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Starkregen in Menden: Unterstützung aus dem MK

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Der Einsatzleitwagen 2 (ELW2) aus Plettenberg wurde vor der Feuerwache Menden aufgebaut.
Der Einsatzleitwagen 2 (ELW2) aus Plettenberg wurde vor der Feuerwache Menden aufgebaut. © Fewuerwehr Plettenberg

Während es in Plettenberg weitgehend ruhig geblieben ist, hat der Starkregen am Montag innerhalb kürzester Zeit für weit über 100 Einsätze in Menden gesorgt. Umliegende Wehren unterstützten die Mendener Feuerwehr. Auch Plettenberger Retter waren mehrere Stunden vor Ort.

Plettenberg/Menden -Es gab eine größere Unwetterlage, die die Feuerwehr Menden nicht alleine abarbeiten konnte“, erklärt Plettenbergs Feuerwehr-Pressesprecherin Lisa Vedder auf Nachfrage. Deswegen wurden vier überörtliche Löschzüge auf den Plan gerufen. „Bei den vordefinierten überörtlichen Löschzügen handelt es sich um feste Einheiten, welche von verschiedenen Kommunen im MK zur schnellen interkommunalen Unterstützung entsendet werden können“, so Vedder. Der Löschzug für die überörtliche Hilfe aus Plettenberg besteht aus dem Einsatzleitwagen 1 der Löschgruppe Ohle, dem Löschgruppenfahrzeug-10 (LF) der Löschgruppe Eiringhausen sowie dem LF-20 und dem Mannschaftstransportwagen der Löschgruppe Stadtmitte.

Dieser Löschzug traf sich nach der Alarmierung an der Affelner Straße zusammen mit dem Einsatzleitwagen 2 (ELW-2), der bei der Löschgruppe Ohle stationiert ist. Von dort aus fuhren die Kräfte im geschlossenen Verband den Bereitstellungsraum an der Feuerwache Menden an. Der ELW-2 wurde in Stellung gebracht und übernahm die Aufgaben eines Meldekopfes zur Verteilung der Einsätze.

Keller unter Wasser

Losgegangen war es für die Plettenberger gegen 17.30 Uhr – gut eine halbe Stunde nachdem in Menden Stadtalarm ausgelöst worden war. Durch den Regen waren vor allem zahlreiche Keller unter Wasser gesetzt worden – in vielen Fällen drückte das Grundwasser hoch. Nach dem Rekord-Hochwasser im Juli 2021, bei dem die Hönne deutlich anstieg, traf das Wasser einige Bewohner zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres.

Nach Angaben der Mendener Feuerwehr waren im Laufe des Abends weit über 200 Kräfte im Einsatz, um die über 100 Einsätze abzuarbeiten. Der Plettenberger Löschzug wurde nach kurzer Lageeinweisung an mehreren Einsatzstellen im Stadtgebiet eingesetzt. „Insgesamt wurden durch die Plettenberger Einsatzkräfte 13 Einsatzstellen im Mendener Stadtgebiet abgearbeitet“, so Vedder. Fokus waren Wasserschäden im Gebäude. Gegen 23 Uhr kehrten die Plettenberger wieder heim. Gegen 0.30 Uhr konnte die Mendener Wehr vermelden: „Die meisten Einsätze konnten inzwischen abgearbeitet werden, vereinzelt sind noch Einheiten im Stadtgebiet tätig.“

Neben Kräften der Plettenberger Feuerwehr waren welche aus Iserlohn, Hemer, Lüdenscheid sowie vom DRK-Ortsverein Letmathe in Menden. „Danken möchten die Plettenberger Einsatzkräfte der Feuerwehr Menden für die gute Zusammenarbeit“, sagt Vedder und betont: „Es zeigte sich wieder einmal, wie wichtig und unkompliziert die interkommunale Zusammenarbeit ist, um unseren Mitmenschen zu helfen.“

In Plettenberg hat es am Montag zwar ordentlich geschüttet, blieb aber ruhig. Vedder: „Wir hatten hier gar keine Unwettereinsätze.“

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