Als Nächstes kommt dann „Plettenberg Bay“

Stammtischmusig aus Baden-Württemberg erstmalig zu Gast im Sauerland

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Jens Neher (li.) und Wolfgang Riedlinger (2.v.re.) von der „Plettenberg Stammtischmusig“ waren zum ersten Mal in ihrem Leben im Sauerland. Natürlich wurde sofort in geselliger Runde das Akkordeon ausgepackt, was im Eiscafé Sagui gut ankam.

Plettenberg - „Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich irgendwann einmal hier mit euch am Maiplatz in Plettenberg sitze und unseren Auftritt für das Stadtfest plane – ich hätte ihn für verrückt erklärt“, sagt Akkordeonspieler Jens Neher und fängt lautstark an zu lachen

Auch sein Kumpel Wolfgang Riedlinger kann es noch gar nicht so richtig glauben, jetzt wirklich in Plettenberg zu sein. „Ich habe schon vor 20 Jahren Bilder von Plettenberg gesehen, aber nie wirklich drüber nachgedacht, mal hinzufahren“, erklärt der Wirt vom Gasthof Plettenberg aus Schömberg (Baden-Würtemberg). 

Dort gründete sich einst die Blasmusik-Kapelle „Plettenberg Stammtischmusig“, die ihren Namen, genau wie auch der Gasthof, vom dortigen Berg bekamen. Unser Stammtischbruder, der immer samstags in einer Kolumne in der Heimatzeitung zu Wort kommt, stieß beim Recherchieren vor vielen Monaten auf die Musiker, schrieb sie an und lud sie in die Vier-Täler-Stadt ein. Seit gestern Mittag sind nun der Akkordeonspieler Jens Neher und der Wirt des Gasthofs Plettenberg bei der Heimatzeitung zu Gast, um den Ort kennenzulernen, an dem die Musiker zur 40. Plettenberger Woche im kommenden Jahr, auftreten werden. 

Barbara Benner vom Kulturbüro war vor einigen Monaten sofort Feuer und Flamme dafür, die „Pettenberger“ einzuladen, und auch bei den „echten“ Plettenbergern scheint zumindest schon mal das Akkordeon auf Gegenliebe zu stoßen. Ohne zu überlegen packte Jens gestern Nachmittag beim Besuch des Eiscafés Sagui sein Musikinstrument aus, um den „Böhmischen Traum“ anzustimmen. 

Die Plettenberg Stammtischmusig gab am Mittwoch einen ersten Vorgeschmack auf ihren Auftritt bei der Plewo 2018. (Video: Süderländer Tageblatt)

Von allen Seiten strömten in Sekundenschnelle die Passanten herbei, um diesem vollkommen ungeplanten und ungewöhnlichen Auftritt beizuwohnen und dankten dem Musiker mit viel Applaus. Angefangen mit einer Stadtführung verlebten Neher und Riedlinger so einen schönen, ersten Nachmittag in der Stadt und scherzten schon , als Nächstes „Plettenberg Bay“ in Afrika zu besuchen. Eine Sache war jedoch ungewohnt für die beiden Gäste – im Eiscafé gab es kein Bier, das eigentlich zur richtigen Stammtischmusik dazugehöre. 

Die beiden wurden jedoch schnell getröstet, schließlich erinnerten sie sich an ihr Gastgeschenk, das noch am Abend auf der Terrasse im Zeitungshaus verköstigt werden sollte: Ein kleines Fässchen „Plettenberg Urtyp 1911“ wartete schon im Kühlschrank. Somit wurde auch der erste Abend für die falschen „Plettenberger“ im echten „Plettenberg“ zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. 

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