Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte reagiert erleichtert

Weg frei für Modepark Röther: Stadtrat Attendorn stimmt für Vergleich

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Mit Hochdruck wurde am Mittwoch im Modepark Röther an der für Donnerstag um 9 Uhr geplanten Eröffnung gearbeitet.

[Update 21.52 Uhr] Plettenberg - Jetzt ist es wirklich amtlich: Um 21.25 Uhr am Mittwochabend gaben die Mitglieder des Attendorner Stadtrates grünes Licht für den Modepark Röther in Plettenberg. Bürgermeister Ulrich Schulte wurde nach der Sitzung persönlich von Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil über den Ausgang informiert und benachrichtigte seinerseits sofort Michael Röther.

Der Modepark-Chef setzte die Telefonkette fort und benachrichtigte unverzüglich seine Mitarbeiter, damit diese bereits am Donnerstag um 9 Uhr den Modepark in Plettenberg eröffnen können. 

Selten wurde der Ausgang einer Sitzung in der Nachbarstadt in Plettenberg mit einer solchen Spannung erwartet. Im dortigen Rathaus kamen um 17 Uhr die Mitglieder des Stadtrates, Bürgermeister Christian Pospischil und Stellvertreter Carsten Graumann zusammen. 

Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte sagte: "Ich freue mich, dass es ein versöhnliches Ende gefunden hat und wünsche mir, dass der Modepark mit dem Kompromiss aus wirtschaftlicher Sicht gut leben kann und auch die Attendorner damit klar kommen."

Bevor im nicht-öffentlichen Teil unter Tagesordnungspunkt 27 und dem Stichwort „Weiteres Vorgehen in einem Rechtsstreit“ über den Modepark Röther diskutiert wurde, vergingen dreieinhalb Stunden. 

Bürgermeister Christian Pospischil (re.) und Baudezernent Carsten Graumann (li.) mussten sich vor der Zusage für den Modepark kritische Fragen zum Rechtsstreit mit Plettenberg von FDP-Ratsmitglied Ralf Warias gefallen lassen.

Erst dann wurde positiv über den mit der Stadt Plettenberg und dem Modepark-Geschäftsführer ausgehandelten Vergleichsvortrag entschieden. 

Der Vergleich sieht eine deutliche Reduzierung der Verkaufsfläche für Bekleidung auf nun 4800 Quadratmeter vor. Weitere 1200 Quadratmeter stehen demnach für Accessoires, Schuhe, Bett- und Tischwäsche zur Verfügung. 

Diese Umverteilung bzw. Reduzierung der Textilsortimente erreichten die Attendorner in den Nachverhandlungen, was unter anderem zur Herausnahme der Damenwäscheabteilung führte.

Verkaufsleiterin Ute Kommer soll die Türen des Modeparks Röther am Donnerstag um 9 Uhr öffnen.

Anders als bei der Attendorner Hauptausschusssitzung am 12. September lagen die von den Anwaltskanzleien ausgehandelten und jetzt auch abgestimmten Unterlagen in schriftlicher Form vor. 

Ein letzter großer Paukenschlag in Form einer neuerlichen Ablehnung blieb aus, auch wenn die Entscheidung erst kurz vor 21.30 Uhr fiel. Zur großen Erleichterung von Michael Röther, der nur zwölf Stunden später den Modepark in Plettenberg eröffnen wird.

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