Dank 90-prozentiger Förderung

Busbahnhof Eiringhausen hat nach fast 40 Jahren ausgedient

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Geht es nach der Stadtverwaltung, soll der Busbahnhof in Eiringhausen demnächst so aussehen.

Plettenberg - Die Plettenberger Innenstadt wartet weiter auf ihre Modernisierung, doch bevor dort richtig etwas passiert, wird nun auch das Eiringhauser Zentrum stark aufgehübscht. Knapp eine Million Euro will die Stadtverwaltung in einen komplett neuen Busbahnhof investieren. Dank der Aufnahme in das Förderprogramm 2018 des Zweckverbands Westfalen-Lippe winkt ein Zuschuss in Höhe von 90 Prozent.

Bedingung für die Förderung ist, dass der Förderantrag bis Ende des Jahres 2017 gestellt wird. Mit dem Förderantrag ist eine abgeschlossene und abgestimmte Entwurfsplanung einzureichen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das bis zum Jahresende rund haben“, sagte Bauamtsleiter Bernd Merhofe.

Wenn dies gelingt, bekäme die Stadt Plettenberg für etwas mehr als 100 000 Euro einen komplett neugestalteten Busbahnhof – bei geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 984 000 Euro. In der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses soll am kommenden Dienstag, 10. Oktober, um 17 Uhr über die verschiedenen Varianten diskutiert werden, die das beauftragte Sunderaner Planungsbüro Finger erstellt hat.

 Insgesamt gibt es drei Varianten für die Erneuerung des ZOB in Eiringhausen. Die erste Variante sieht drei Bussteige um eine zentrale Mittelinsel an ähnlicher Stelle wie bisher und einen Bussteig an der Außenseite (ehemaliges Schütz-Gelände) vor. Jeder Bussteig erhält dabei eine separate Überdachung als Witterungsschutz. Insgesamt 40 öffentliche Stellplätze würden in der Mittelinsel zwischen den Bussteigen und auf dem ehemaligen Schütz-Gelände angeordnet. Negativ bewertet werden die vergleichsweise langen Wege zwischen den Bussteigen und dem Bahnhof.

Blick auf den Busbahnhof, wie er heute aussieht.

 Die Varianten zwei und drei sehen ebenfalls eine zentrale Mittelinsel vor, die aber parallel zum Bahnhof ausgerichtet werden soll. An dieser Mittelinsel werden alle vier Bussteige angeordnet. Die Insel weist gegenüber Variante eins geringere Abmessungen auf, da in der Mittelinsel keine Stellplätze vorgesehen sind. Bei diesem Variante ergeben sich kürzere Wege zwischen den Bussteigen und zum Bahnhof. 

Mittig auf der Insel soll eine großzügige Überdachung angeordnet werden. Öffentliche Stellplätze (bisher rund 28 Stück) sind direkt unterhalb des Sparkassenparkplatzes vorgesehen. Die Verwaltung favorisiert die dritte Variante, auch wenn den deutlich kürzeren Wegen zum Bahnhof auch weniger Stellplätze gegenüber stehen.

 „Wir können uns aber vorstellen, dass es am Ende noch einige Parkplätze mehr werden könnten“, sagte Merhofe, der im Zuge der Umgestaltung auch mit der Sparkasse sprechen will, um den Sparkassenparkplatz und den möglicherweise direkt dahinter angeordneten städtischen Parkplatz aus einem Guss gestalten zu können. So könne beipielsweise der Grünstreifen und Gehweg dazwischen anders angeordnet werden. 

Dass die mächtige Überdachung des ZOB in Eiringhausen nicht mehr zeitgemäß ist, darüber herrscht Einigkeit, zumal das das wenig filigrane Bauwerk mittlerweile undicht ist und seit der Inbetriebnahme im Oktober 1980 schon fast 40 Jahre auf dem Buckel hat.

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