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Energiesparen: Stadt soll alles auf den Prüfstand stellen

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Von: Hartmut Damschen

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Die Energiepreise sind gestiegen. Das macht sich unter anderem an den Heizkosten bemerkbar
Die Energiepreise sind gestiegen. Daher soll die Stadt Plettenberg ausloten, bei welchen städtischen Gebäude noch Einsparpotentiale herrschen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Energiesparen – gerade mit Blick auf die erwartete Knappheit in Herbst und Winter ein immer wichtigeres Thema. Schon jetzt werden von Energieunternehmen drastische Preiserhöhungen angekündigt. Doch nicht nur Privatleute müssen sehen, wo sie sparen können – dies sollte auch die Stadt Plettenberg tun, forderte Dietmar Rottmann (CDU) im Rahmen der Ratssitzung am Dienstagabend.

Plettenberg - Dabei bezog sich Rottmann auf das, worauf die Stadtverwaltung direkten Einfluss hat: die städtischen Gebäude, und da insbesondere Schulen, Kitas und Sportstätten. Bauamtsleiter Sebastian Jülich erklärte dazu, dass nur 1 Prozent des gesamten Energieverbrauches der Stadt Plettenberg auf städtische Gebäude entfielen. Dennoch steht alles auf dem Prüfstand. So sei nur noch die Kindertagesstätte in Himmelmert mit einer Ölheizung ausgestattet. „Alle Heizungsanlagen werden wir uns genau anschauen und auf Funktion prüfen lassen.“

Zu beachten sei bei Einschränkungen der Heizleistung die Gefahr einer Schimmel- und – bei niedrigeren Temperatureinstellungen des Brauchwassers – die Möglichkeit von Legionellen-Keim-Bildung. „In der Vorgehensweise“, so Jülich, „werden wir uns mit anderen Kommunen abstimmen.“

Daraufhin erklärte Bürgermeister Ulrich Schulte: „Die Abstimmung wird in Video-Konferenzen erfolgen.“ Er erinnerte daran, dass beim Corona-Lüften in der Vergangenheit das Energie-Einsparen noch kein Thema gewesen sei. „Vor der kommenden Heizperiode müssen wir aber konkret werden.“ Er verwies darauf, dass andere Länder an der Stelle andere Entscheidungen getroffen hätten. Zum Schluss seiner Darstellung bemerkte er noch: „Beim Aquamagis stehen dieses Jahr noch große Umbrüche an.“ Was da noch alles kommen mag, ließ das Stadtoberhaupt an der Stelle offen.

Peter Krieger (CDU) wollte noch wissen, ob eventuelle Abschaltungen oder Teilabschaltungen von Straßenbeleuchtungen an bestimmten Straßenzügen möglich wären. Bauamtsleiter Jülich verneinte eine solche Alternative zur Energieeinsparung: „Komplett an oder aus, oder vielleicht jede zweite – das geht nicht.“

Siegfried Davideit bemängelte als Vorsitzender des Stadtsportverbandes im Rahmen der Einwohnerfragestunde, dass immer noch energieträchtige Natrium-Dampflampen die Sportplätze ausleuchten würden. Er stellte die Frage, wann auf LED-Technik umgestellt würde. Bürgermeister Schulte erklärtem dass man hierfür die Hoffnung in Förderprogramme setze. Für die Umstellung müsse die Standsicherheit der Masten nachgewiesen sein, Hierfür suche die Stadt derzeit einen Gutachter.

Ein weiterer Schwachpunkt sei für Davideit die Skateranlage in Böddinghausen. Sie sei nachts beleuchtet und würde auch genutzt. „Besteht die Möglichkeit, hier eine Toilette zu installieren?“, fragte Davideit mit dem Blick auf die hier anfallenden Mengen an Fäkalien und Unrat. „Wir schauen, was technisch möglich ist“, sagte Bürgermeister Ulrich Schulte.

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