Täter sind nur einmal erfolgreich

Zwei Zigarettenautomaten gesprengt

Unbekannte haben es im neuen Jahr gleich zwei Mal auf Zigarettenautomaten in Plettenberg abgesehen.
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Unbekannte haben es im neuen Jahr gleich zwei Mal auf Zigarettenautomaten in Plettenberg abgesehen.

Zwei Mal versuchten Unbekannte am Neujahrstag und am Sonntag, Zigarettenautomaten in Plettenberg zu sprengen. In einem Fall waren die Täter erfolgreich.

Plettenberg - Der erste Versuch scheiterte noch: Am Böddinghauser Weg versuchten die Täter an Neujahr, gegen 3.15 Uhr einen hier befindlichen Zigarettenautomaten zu sprengen. Anwohner hatten einen lauten Knall gehört, was sie in der Silvesternacht jedoch nicht besonders überraschte.

Am nächsten Morgen entdeckten sie jedoch die Ursache: den zerstörten Zigarettenautomaten. Dieser hat zwar eine erhebliche Beule, hielt aber dem Angriff mit Sprengkörpern stand.

Automaten-Sprengung am Hechmecker Weg erfolgreich

Am Sonntag um 4.10 Uhr gab es dann am Hechmecker Weg einen lauten Knall. Diesmal flog der Automat auseinander.

Die Täter stahlen Zigaretten und Bargeld. Die Polizeibeamten sammelten die Reste ein und stellte sie sicher.

Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen eines besonders schweren Falls von Diebstählen aus Automaten sowie wegen des Herbeiführens von Sprengstoff-Explosionen. Hinweise bitte unter Telefon 9199-0.

Fast jeden zweiten Tag wird in NRW ein Automat gesprengt

Kriminelle scheinen Automaten in letzter Zeit als lukratives Ziel für ihre Beutezüge zu sehen: Die Fälle von Sprengversuchen sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr auf den Rekordstand von 176 Taten gestiegen. Im Vorjahr waren es 104 Attacken. Das teilte das Landeskriminalamt am Montag mit.

Damit knallte es im Durchschnitt fast jeden zweiten Tag. Dabei sind nicht nur Zigaretten-, sondern auch Geld-Automaten ein beliebtes Ziel. Der letzte Angriff auf einen Geldautomaten ereignete sich 2020 an Heiligabend in Remscheid.

In den vergangenen Wochen waren die kriminellen Aktivitäten laut Polizei abgeflaut. Im Dezember hatten sich nur noch sechs Taten ereignet.

Panzerknacker häufig ohne Beute

Der bisherige Rekord war im Jahr 2016 mit 136 Sprengungen registriert worden. Diese Marke war 2020 bereits am 26. August erreicht und einen Tag später überschritten worden.

In den mit Abstand meisten Fällen zogen die Panzerknacker im vergangenen Jahr ohne Beute ab, weil die Panzerung der Automaten der Attacke standhielt. Die Täter haben in den vergangenen Jahren dennoch etliche Millionen Euro erbeutet und zusätzlich Millionenschäden durch die Sprengungen angerichtet.

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