Plettenberger Familie sammelte für Kinder in der Ukraine

Spendensammlung macht Augen-OP möglich

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Wolfgang und Rita Bieker haben ein Dankesschreiben und ein Geschenk der Kinder mitgebracht.

Plettenberg - 5 500 Euro haben die Plettenberger in den letzten Monaten für ein Waisenhaus in der Nähe von Kiew gespendet. Rita und Wolfgang Bieker, die zu der Spendenaktion aufgerufen hatten, überbrachten die Spende jetzt persönlich an das Waisenhaus Gorodetsky oder besser gesagt, machten Anschaffungen davon vor Ort und konnten auch einem kleinen Jungen helfen, der aufgrund von Krebs an den Augen operiert werden musste. Seit ein paar Wochen sind die Biekers nun zurück in Plettenberg und berichten von ihrer Reise.

Mitgebracht haben die beiden Plettenberger ein Geschenk der Waisenkinder – ein Bild mit einer Pyramide aus Geschenkpapier – und ein Dankesschreiben, mit dem nicht nur dem Ehepaar, sondern auch allen Plettenberger Spendern gedankt wird.

Angeschafft wurde von dem Geld neben Hygieneartikeln und Babynahrung beziehungsweise Essen ein spezieller orthopädischer Stuhl. Dieser ist für die Heimkinder, die so schwer behindert sind, dass sie weder alleine stehen noch sitzen können, sondern ausschließlich liegen. Mit Hilfe des Stuhls können sie auch mal in eine andere Position gelegt werden. In dem Kinderheim sind insgesamt 110 Kinder im Alter zwischen einem Monat bis zu vier Jahren untergebracht. Einige von ihnen sind Waisen, behinderte Kinder, Kinder, die von ihren Eltern abgelehnt werden oder deren Eltern die elterlichen Rechte aberkannt wurden, Kinder mit mehrfachen Fehlbildungen, Schäden des Nervensystems und mit psychischen Störungen. Zwölf der Kinder benötigen diesen speziellen Stuhl.

Für diesen und die anderen Anschaffungen wurden insgesamt 4 000 Euro verwendet. Die übrigen 1 500 Euro kamen dem kleinen Makar zugute, der eine Augen-OP benötigte. Der Eineinhalb-jährige hatte Krebs an den Augen und musste deshalb operiert werden. Mit Hilfe von Spenden – unter anderem der aus Plettenberg – kann er mit dem einen Auge jetzt sehen und das zweite Auge musste entfernt werden. Den Krebs hat er besiegt. Seine Augen müssen in den nächsten Jahren noch kontrolliert werden. In Russland und der Ukraine war die OP nicht möglich, weshalb sie im Ausland durchgeführt werden musste.

Der kleine Makar auf dem Arm seines Vaters.

Familie Bieker möchte sich in diesem Zuge bei jedem Einzelnen bedanken, der sich an der Spendenaktion, die sie ins Leben gerufen hatte, beteiligt hat. Nicht nur Rita Bieker selbst hatte zum Beispiel auf Geburtstagsgeschenke verzichtet und sich stattdessen eine Geldspende für das Waisenhaus gewünscht, sondern auch die Plettenbergerin und ehemalige Lehrerin Barbara Seega. Und auch für die großzügige Spende der Firma Knips und der Kolpingfamilie Eiringhausen möchte man sich bedanken sowie auch bei den Spendern der vergangenen Jahre. „In den 20 Jahren, die wir das nun schon machen, hat zum Beispiel auch oft die Firma Fleckner gespendet“, erklären die Biekers. Für sie war es der letzte Spendenaufruf, da es für sie der letzte Besuch im Waisenhaus sein sollte.

Dankesbrief

Das ist die Übersetzung des Dankesbriefes, der vom Vater des eineinhalbjährigen Makar verfasst wurde: „Ich heiße Kiritschenko Dmitry Andreevitsch, ich bin der Vater von Makar. Bei meinem Sohn wurde eine Retinoblastom-Erkrankung des rechten Auges diagnostiziert. Es besteht ein Verdacht auf die Entwicklung der Krankheit im linken Auge. Vielen Dank an Wolfgang und Rita Bieker und an die Bewohner der Stadt Plettenberg für eine wohltätige Spende von 1500 Euro. Das Geld wird zur Behandlung der Krankheit in Form von einer Chemotherapie verwendet."

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