Premiere für das Turnier in Plettenberg-Böddinghausen

Mit dem Scooter hoch hinaus: Spektakuläre Tricks am Skatepark

Spektakuläre Scooter-Tricks im Skatepark Plettenberg
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Viele spektakuläre Tricks gab es zu sehen. Die Jury teilte die Fahrer nach dem ersten Durchlauf in Anfänger, Fortgeschrittene und Profis ein.

Meterhohe Sprünge, jede Menge Tricks und das bei bestem Wetter: Plettenbergs erstes Scooterturnier im Böddinghauser Skatepark war ein voller Erfolg. Die Mobile Jugendarbeit des Jugendzentrums konnte am Samstag 26 Teilnehmer begrüßen, dazu zwischenzeitlich bis zu 150 Zuschauer.

Plettenberg - Gekommen waren Freunde, Eltern und Großeltern. Sie alle ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Einige verfolgten den Wettbewerb von den aufgebauten Bänken aus, andere direkt am Absperrband. „Es läuft hervorragend“, sagte Dominic Six von der Mobilen Jugendarbeit. Er moderierte und rief die Teilnehmer auf, die alle eine Nummer am Helm trugen. Damit es cooler war, startete man bei 100.

Zwei Durchläufe gab es mit jeweils 45 Sekunden Zeit. „Wir bewerten nach Punkten“, erklärte Julia Krasniqi von der Mobilen Jugendarbeit. Zusammen mit ihrem Kollegen Jan Hoppe und Scooter-Fahrer Ferdinand Arndt bildete sie den Kern der Jury. Unterstützt wurden die drei immer von anderen Fahrern. Beim ersten Durchlauf ging es darum, die Teilnehmer in die Kategorien Anfänger, Fortgeschrittener und Profi einzuteilen. Die Fahrer konnten von überall im Skatepark starten und zeigen, was sie drauf haben — ganz ohne Vorgaben.

Scooter-Turnier in Böddinghausen: Profis eng beieinander

Der zweite Durchlauf erfolgte dann in der Leistungsklasse. Jeweils mit bis zu zehn Punkten wurden „Kreativität“ und „Clean“ bewertet. Unter „Kreativität“ fiel zum Beispiel, wieviele Sprünge die Sportler gemacht, welche Rampen sie genutzt oder wie einfallsreich ihre Tricks waren. Bei „Clean“ (Sauber) ging es darum, wie flüssig der Auftritt war – ob in einem durch gefahren oder mehrmals gestoppt wurde.

Vor der Siegerehrung wurden die Punkte beider Runden zusammengerechnet. Nirgends war es so knapp wie bei den Profis. Den ersten Platz sicherte sich Linus Borkowski mit 136 Punkten und landete damit zwei Punkte vor Nick Melzel (134 Punkte). Wiederum mit nur einem Punkt Abstand kam Julian Görc auf Platz drei (133 Punkte).

Tom Höffner gewann bei den Fortgeschrittenen (96 Punkte), gefolgt von Lysander Seuthe (88 Punkte) und Miguel Krupa (86 Punkte). Bei den Anfängern ging Thomas Zachos mit 52 Punkten als Sieger hervor. Platz zwei und drei wurden an Ben Crispien (40 Punkte) und Ben Ratzke (38 Punkte) vergeben. Doch auch alle, die nicht auf dem Treppchen landeten, gingen nicht leer aus: Jeder Teilnehmer bekam noch einen Gutschein für eine Kugel Eis vom Café Naschhaus am Eiringhauser Bahnhof.

Helm und Knieschoner waren für alle Pflicht bei ihren akrobatischen Kunststücken auf dem Scooter.

„Wir sind sehr zufrieden“, zog Dominic Six ein Fazit. Der Andrang sei super gewesen, die Resonanz überragend. „Das hätte ich nicht gedacht.“ Eine Wiederholung im nächsten Jahr sei auf jeden Fall denkbar — vielleicht größer und mit der Möglichkeit, dass auch Skater und BMX-Fahrer mitmachen können.

Gestartet war das Scooterturnier am Samstagmorgen mit einem Auftritt der Breakdance-Gruppe Vier-Täler-Crew vom Offenen Treff Eschen. Für passende Musik war während des ganzen Events gesorgt.

Das Team des Jugendzentrums hatte einen Essensstand aufgebaut und einen Grill angeworfen. Jeder Teilnehmer erhielt Wertmarken für eine Bratwurst. Mitgebracht hatte das Juz auch einen Anhänger voll mit Spielsachen, darunter Fußbälle und Fahrgeräte, die die Kinder und Jugendlichen auf dem Platz neben der Skateanlage gerne nutzten.

Spektakuläre Scooter-Tricks: keine Verletzten

Betreut worden ist die Veranstaltung durch das Deutsche Roten Kreuz (DRK). Beim gesamten Wettbewerb kam es glücklicherweise zu keiner Verletzung.

Das Turnier war relativ spontan entstanden nachdem das Team der Mobilen Jugendarbeit die Scooter-Fahrer im Skatepark kennengelernt hatte. Mehrere Jugendliche trainieren fast täglich in Böddinghausen und hatten sich eine solche Veranstaltung gewünscht, die nun sehr zeitnah umgesetzt werden konnte.

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