Tausende Kunden betroffen

Nächste Sparkassen-Fusion im Märkischen Kreis wird vorbereitet

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Plettenberg - Die nächste Sparkassen-Fusion im Märkischen Kreis wird vorbereitet. Schon zum 1. Januar 2019 könnte es soweit sein. Das betrifft tausende Kunden - und fast 400 Mitarbeiter.

Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis und die Sparkasse Finnentrop wollen künftig zusammenarbeiten. Das teilte die Sparkasse am Freitagnachmittag mit. Die Sparkasse im MK ist die Zweckverbandssparkasse der Städte Altena, Balve, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl sowie der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde.

In der Mitteilung heißt es: "Der bürokratische und regulatorische Mehraufwand kann wegen der Niedrigzinsphase nur noch bedingt aufgefangen werden. Hinzu kommen die Auswirkungen der Digitalisierung – Bankgeschäfte werden häufig von zu Hause aus getätigt – und die demographische Entwicklung." Dies führe in der ganzen Bundesrepublik zu Zusammenschlüssen von Sparkassen und Volksbanken.

Weiter heißt es: "Auch die Verwaltungsräte der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis und der Sparkasse Finnentrop haben sich mit den Zukunftsaussichten der Institute befasst." Deshalb hätten die Verwaltungsräte beider Sparkassen die Aufnahme von Verhandlungen mit dem Ziel beschlossen, die Sparkasse Finnentrop mit der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis zu fusionieren.

Per 31. Dezember 2017 verfügt die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis über eine Bilanzsumme von knapp 1,7 Milliarden Euro, die Sparkasse Finnentrop über 325 Millionen Euro. Bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis wurden im Jahresdurchschnitt 2017 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, in Finnentrop waren es 72.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Im Zusammenhang mit der Prüfung eines Zusammenschlusses ist es den Verwaltungsräten beider Häuser laut Pressemitteilung wichtig herauszustellen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Sparkassen auch künftig dringend benötigt werden, also betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind.

"Einige kostenpflichtig ausgelagerte Bereiche können im Fall des Zusammenschlusses durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fusionierten Sparkasse übernommen werden, so dass nennenswerte Fremdkosten entfallen würden. Vertreter beider Verwaltungsräte und die Vorstände haben nun die Aufgabe, in den nächsten Wochen ein gemeinsames Konzept für eine Fusion, wenn möglich zum 1. Januar 2019, zu erarbeiten".

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