Hinweise gesucht

Sonargeräte gestohlen: Diebe wüten in Wachstation der DLRG

Diebstahl DLRG Plettenberg Oestertalsperre
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Jan Strauß zeigt auf die Stelle im Rettungsboot, von der der Sonarsensor abgeschraubt wurde.

Viel kriminelle Energie bewiesen Unbekannte, die kürzlich in das Rettungsheim der DLRG Plettenberg an der Oester einstiegen: Die Einbrecher hebelten ein Garagentor aus der Halterung und bohrten zwei Pop-Nieten an der Tür zu dem Gasflaschendepot auf. Und die Liste der verschwundenen Gegenstände ist lang.

Plettenberg - Eine graue elf Liter fassende Propangasflasche, eine Lkw-Autobatterie, eine Heckenschere (von der der Schneidschutz zurückblieb), ein aufblasbares Kinder-Kanu und diverses Werkzeug. Auch Wathosen, ein Kfz-Sicherungsset, ein Satz Maulschlüssel und ein Satz Schraubendreher fielen den Unbekannten in die Hände. Doch damit allein gaben sich die Einbrecher, die in das Rettungsheim der DLRG Plettenberg einstiegen, nicht zufrieden. Der Frust sitzt bei den Rettungsschwimmern tief.

Denn aus dem Motorrettungsboot ließen die Diebe ein Sonargerät und das Funkgerät (beide in Halterungen am Führerstand befestigt), ein Megaphon (rot mit gelben Funktionstasten und Sirenenfunktion) sowie vielleicht als Trophäe noch den DLRG-Wimpel mitgehen.

Jan Strauß, Technischer Leiter des Plettenberger DLRG-Vorstandes, wundert sich über den bunten Querschnitt des geraubten Gutes: „Mit dem Sonargerät allein kann nichts angefangen werden. Ohne den am Boot verschraubten Sensor ist es nicht funktionsfähig. Zwar wurden die Schrauben gelöst, doch war der Aufwand, das Kabel zu entfernen, anscheinend zu groß. Das Sprechfunkgerät ist ebenso nicht weiter verwendbar, weil es ausschließlich auf den DLRG-Funk codiert und nicht auf andere Frequenzen umschaltbar ist.“

Ärgerlich ist der Einbruch allemal. Schloss und Garagentor müssen wieder hergerichtet und die gestohlenen Sachen ersetzt werden. „Ohne die noch nicht genau verifizierten fehlenden Werkzeuge beträgt der Schaden circa 2 600 Euro“, ergänzt Strauß.

Der Einbruch hatte zwischen Sonntag, 27. Juni, 19 Uhr, und Donnerstag, 1. Juli, 17 Uhr, stattgefunden. Am Donnerstag wurde zwar der abgeschraubte Sensor entdeckt, aber dies wurde auf eventuelle Reparaturarbeiten geschoben. Der Schaden wurde erst am Samstag in aller Gänze bemerkt und der Polizei gemeldet.

Die Wachstation liegt schwer einsehbar an einer Bucht der Oestertalsperre, doch es sind auch noch zu späterer Stunde manche Spaziergänger und Biker unterwegs. „Es wäre schön, wenn diese auch mal einen Blick auf unsere Station werfen und Auffälligkeiten melden würden“, bittet Jan Strauß.

Zeugen, die im fraglichen Zeitraum etwas Verdächtiges an der DLRG-Wachstation bemerkt hat, sollten sich unter Tel. 0 23 91 / 91 99 - 0 in Verbindung setzen.

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