Erste Informationsveranstaltung zur „Gigabit-City“ gut angenommen

„Sollten uns Chance nicht entgehen lassen“

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Viele Bürger aus Plettenberg waren gekommen, um sich einen Überblick über das geplante Pilotprojekt der Telekom zu verschaffen

Plettenberg - „Die Veranstaltung war gut besucht, man merkt, dass es ein Thema ist, das viele interessiert!“, freute sich Matthias Steinhoff von der Stadt Plettenberg. Am Donnerstagabend fand die erste Informationsveranstaltung zum Thema Breitbandausbau im Ratssaal statt. Vor Ort war Ralf Engstfeld, ein Vertreter der Telekom, der für detaillierte Fragen immer ein offenes Ohr hatte. 

Zur Vorgeschichte: Mit Übertragungsraten von bis zu 1000 Mbit pro Sekunde soll Plettenberg eine so genannte „Gigabit-City“ werden, also eine Stadt mit einer extrem schnellen Internetverbindung durch die Telekom. Plettenberg wäre somit die einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen, die in diesen besonderen Genuss kommen würde und auf diese Art und Weise mit der Telekom zusammenarbeiten könnte. Das Angebot würde dann für die Stadtteile Böddinghausen, Eschen, Kersmecke, Hechmecke, Sundhelle, Bracht sowie den Stadtkern gelten – deckt also dann 60 Prozent des Stadtgebietes ab. Erreicht werden können 7000 Privathaushalte und 500 Gewerbebetriebe. Der einzige Haken an der Sache ist aber: Nur dann, wenn der Anbieter 1500 Vorbestellungen bis Ende Juli erhält, erfolgt der Glasfaserausbau auch. Wenn nicht, verfällt das Angebot. Zu diesem Punkt hatten die Bürger, die zu dieser ersten Informationsveranstaltung ins Rathaus gekommen waren, viele Fragen an den Experten Ralf Engstfeld, der aber zu allen Themenbereichen eine Antwort mit im Gepäck hatte. Bürgermeister Schulte ist Feuer und Flamme für das Pilotprojekt der Deutschen Telekom und hofft, dass die Vier-Täler-Stadt in Zukunft „Gigabit-City“ werden kann. „Diese einmalige Chance darf sich die Satdt nicht entgehen lassen, deshalb müssen wir zusehen, dass viele Leute mitmachen!“, appelliert Schulte an die Bürger.

 Die Aktion des Telekommunikations-Anbieters firmiert unter dem Motto „Fiber to the Home“ (zu Deutsch: Glasfaser bis ins Haus). Kunden, die ab dem 2. Mai und bis Ende Juli einen dieser neuartigen Anschlüsse vorbestellen, sparen die Kosten für den Hausanschluss, verrät Engstfeld. „Alle anderen müssen für den Hausanschluss nach derzeitigen Stand 799,95 Euro bezahlen. Aber der Preis wird mittelfristig noch deutlich steigen.“ Doch zwangsweise teuer wird es dann für potenzielle Kunden nicht. Engstfeld räumt ein: „Die Technologie wird dann später auch unteren Wettbewerbern zur Verfügung gestellt“ – sprich: Auch andere Telekommunikations-Unternehmen werden die Glasfaserkabel nutzen dürfen, wenn sie einmal verlegt sind. Die Telekom plant, bis Ende September 2019 diejenigen Haushalte, die einen Glasfaseranschluss bis Ende Juli bestellt haben, auch angeschlossen zu haben. Wer dann zuhause die 1000 Mbit nutzen möchte, zahlt monatlich 119,95 Euro. Es gibt aber auch Tarife ab 16 Mbit (34,95 Euro). Wer sich für den 1000-Mbit-Tarif entscheidet, dessen Internet bekommt sprichwörtlich Beine gemacht: „Uploads werden damit im Vergleich zur DSL-Leitung 80 Mal schneller und Downloads 60 Mal“, schwärmte Projektleiter Engstfeld. 

Weitere Termine, bei denen Sie Ihre individuellen Fragen klären können, gibt es am Montag, 7. Mai, um 18.30 Uhr, in der Turnhalle der Zeppelinschule und am Mittwoch, 9. Mai, um 18.30 Uhr, in der Turnhalle der Eschenschule. Bürgermeister Ulrich Schulte und städtischer Mitarbeiter Matthias Steinhoff sind sich sicher, dass Plettenberg auf einem guten Weg sei: „Wenn genug Plettenberger mitziehen, wird das klappen. Es wäre sehr schade, wenn man bei dieser Sache nicht zusammenarbeitet, denn Plettenberg sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen“, so die einhellige Meinung.

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