Sparkasse wird smarter und digitaler

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Mike Kernig (li.) und Rene Kümper präsentierten gestern die neuen Möglichkeiten des digitalen Zahlungsverkehrs.

Plettenberg - Bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis stehen die Zeichen auf Zukunft. In Sachen Digitalisierung will man ganz vorne mitmischen und das Tempo vorgeben.

Die wohl größte „Revolution“, die heute startete, ist die sogenannte Echzeitüberweisung. Dabei handelt es sich um ein europaweit einheitliches Überweisungsverfahren, mit dem Zahlungen innerhalb von wenigen Sekunden ermöglicht werden. „Mit diesem Schritt sind wir Vorreiter,was das Thema Digitalisierung betrifft“, so Vorstandsmitglied Mike Kernig. Die bisherige Ausführungszeit von bis zu eineinhalb Geschäftstagen schrumpft damit auf wenige Sekunden. Nutzbar ist das neue Verfahren im Online-Banking in der Internet-Filiale der Sparkassen oder in der Sparkassen-App.

 Der Kunde kann dabei wählen, ob er die Standard- oder die Echtzeit-Überweisung nutzen möchte. Zehn bis maximal 20 Sekunden benötigt der neue Geldtransfer, mit dem bis zu 15 000 Euro in Windeseile auf ein anderes Sparkassenkonto überwiesen werden kann. Mike Kernig rechnet damit, dass bis zum Jahresende auch andere Banken und Geldinstitute nachziehen. So können Kunden beispielsweise Konzertkarten für den gleichen Abend oder die Handwerker-Rechnung noch am Fälligkeitstag direkt vom Konto bezahlen. „Oder man kann dem Händler beim Gebrauchtwagenkauf das Geld in wenigen Sekunden überweisen und er kann es theoretisch sofort vom Konto abheben“, so Kernig. 

Die zweite große Neuerung – das mobile Bezahlen – ist ab Monatsende verfügbar und macht die EC-Karte fast überflüssig. Das Smartphone wird damit ab 30. Juli zur Geldbörse. Sparkassenkunden mit einem Android-Handy – Apple arbeitet an einem eigenen System – können nach Installation der App ihre SparkassenCard sowie die private Sparkassen-Kreditkarte digitalisiert hinterlegen. Beim Einkauf im Supermarkt hält man das Handy einfach vor den Kartenleser und die Abbuchung erfolgt bis 25 Euro ohne PIN. Ist der Betrag höher, gibt man wie bisher die PIN ein. Jede Smartphone-Zahlung wird wie eine herkömmliche Kartenzahlung vom Konto abgebucht. Im Handel sind heute bereits 600 000 von insgesamt 816 000 Terminals mit der entsprechenden Technologie ausgestattet. Überall dort, wo kontaktloses Bezahlen funktioniert, ist auch das Bezahlen mit dem Smartphone möglich. 

„Mit der innovativen Bezahl-App bieten wir unseren Kunden ein völlig neues Bezahlerlebnis. Die Lösung erweitert die bisherigen Möglichkeiten zum einfachen Bezahlen an der Kasse – und sie ist modern, schnell, bequem und hygienisch“, betonte Kernig und ergänze: „Irgendwann löst das Smartphone die EC-Karte ab.“ Die dritte Neuerung bei der Sparkasse ist die Multibankenfähigkeit. Ohne zusätzliche Kosten kann man im Banking-Bereich weitere Konten fremder Sparkassen, Banken oder von Zahlungsdiensten (PayPal etc.) für eine Anzeige der Konto- bzw. Depotbestände und Umsätze ergänzen. „Damit hat der Kunde einen schnellen Überblick über alle Umsätze“, betonte Rene Kümper, Leiter medialer Vertrieb, bei der gestrigen Präsentation der Neuerungen in der Hauptstelle am Umlauf. 

Abschließend verwiesen Kümper und Kernig auf die bereits erfolgreich eingeführten Module wie Kwitt, dem Dienst für Handy-zu-Handyüberweisungen in Deutschland, dem Kontowecker sowie dem Online-Bezahlverfahren Paydirekt, mit dem man schon jetzt bei über 1 700 Online-Shops bezahlen kann. Die Kundendaten verlassen dabei nicht das Sparkassensystem und gelangen somit auch nicht an Dritte.

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