70 Flüchtlinge über das Jahr verteilt der Vier-Täler-Stadt zugewiesen

Situation hat sich entspannt

+
Rettungseinsatz im Mittelmeer.

Plettenberg - In diesem Jahr seien über das Jahr verteilt rund 70 Flüchtlinge der Vier-Täler-Stadt zugeteilt worden. In der letzten Woche seien zum Beispiel noch einmal eine Handvoll gekommen und auch diese Woche sollen vereinzelt noch einige ankommen.

Die Flüchtlingssituation habe sich auf dem Papier deutlich entspannt, konnte Christiane Wilk, Fachbereich Soziales bei der Stadt Plettenberg, im Sozialausschuss mitteilen.

„Nach eigenen Willkommensschulungen werden in Kooperation mit der VHS Lennetal schnell kompakte Sprachkurse angeboten. Vor allem Flüchtlings-Familien werden mit Wohnschulungen auf ein Leben in eigenen Wohnungen vorbereitet“, schilderte Christiane Wilk. Alleinreisende Männer blieben hingegen länger im Asylbewerberheim Ohler Straße 100 als Familien. Derzeit leben dort rund 100 Personen. Einzelne Familien beschäftigen die Verwaltung jedoch sehr, berichtete Christiane Wilk, zum Beispiel wegen Gewalt in der Familie, Erziehungsdefiziten, gesundheitlicher Probleme oder anderem. Viele Flüchtlinge hätten sehr ernste gesundheitliche Probleme, weshalb die Stadt nach wie vor hohe Kosten in der Krankenhilfe habe.

 Und teilweise müssten sich die Sozialarbeiter auch nach der Anerkennung noch um die Flüchtlinge kümmern, was Behördengänge und Anträge angehe, vor allem nach dem Umzug in eine eigene Wohnung, da sich das Jobcenter nicht in der nötigen Form engagiere. Durch die Flüchtlingswelle 2015 und 2016 hatten viele Wohnungen im Stadtgebiet angemietet werden müssen, zu Spitzenzeiten seien es bis zu 90 Stück gewesen. Diese habe man nun auf 25 reduzieren können und auf einzelne Gebäude zentriert. „Nach Möglichkeit unterschreiben vor allem die anerkannten Asylbewerber eigene Mietverträge, damit wir nicht als Vermieter wie früher auf allen Kosten sitzen bleiben“, erklärte Christiane Wilk.

 Auch die Personalsituation habe sich deutlich entspannt. Seit Mitte September verstärke eine Immobilienkauffrau das Team im Rathaus, die sich fachkundig um die Herausforderungen kümmere. Seit 2016 habe es zudem vier Bundesfreiwilligendienstler (Bufdis) gegeben und in dieser Woche komme ein weiterer hinzu, ein junger Syrer, was durch seine Sprachkenntnisse toll sei. Die Bufdis erleichtern die Arbeit der Hausmeister und Sozialarbeiter durch die Übernahme von Fahr- und Botendiensten, Mithilfe bei Umzügen und eigene Projekten mit Flüchtlingen. Kürzlich sei bei der Stadt die neue Integrationspauschale in Höhe von 177 000 Euro eingegangen. Diese werde nach den Flüchtlingen, die den Kommunen 2017 zugewiesen wurden, errechnet, um diese zu entlasten und zur Betreuung der Flüchtlinge. Welche Auswirkungen die neuen bundes- und landesrechtlichen Regelungen darüber hinaus haben, sei jedoch noch abzuwarten, erklärte Christiane Wilk.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare