Sie sind die Gesichter des neuen Repaircafés in Plettenberg

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Organisator Steffen Reeder (3. v. l.) freute sich beim Vorbereitungstreffen, dass die Chemie zwischen den Tüftlern stimmt. Sechs von bislang acht interessierten Helfern waren gekommen. Es dürfen auch gerne noch mehr werden.

Plettenberg - Die ersten Tüftler für das Repariercafé (offiziell: Repaircafé) haben sich kennengelernt. Der Auftakt ist für den 1. Juni geplant.

Ein Mann kann es scheinbar kaum noch abwarten, bis es in Plettenberg ein Repariercafé gibt. Zum Vortreffen der Tüftler und Organisatoren kam er mit seinem defekten Minibackofen und wollte das Gerät gerne repariert wissen. Aber er war zu früh. „Sie dürfen gerne am 1. Juni wiederkommen“, erklärte ihm Organisator Steffen Reeder höflich. Denn Freitag, der 1. Juni, ist der Tag, an dem das Repariercafé an den Start gehen soll.

Die Aufrufe des Stadtmarketing-Vereins in der Heimatzeitung haben gefruchtet. Acht Tüftler haben sich bislang gemeldet, die den Bürgern dabei helfen wollen, altgediente Elektrogeräte, Kleidung, Möbel, Fahrräder und ähnliches zu reparieren. Die wichtigsten Fragen im Überblick:

Wer hat sich auf die Aufrufe als Helfer für das Repariercafé gemeldet?

Bisher haben sich schon acht Freiwillige gemeldet. Da ist zum Beispiel Christian, ein Industriemechaniker, der ein Talent dafür hat, ungewöhnliche Möbel zu bauen. Oder Hartmut, aktiver Polizist, der sich in einem Monat in den Ruhestand verabschiedet und seine Kenntnisse als gelernter Starkstromelektriker in das Café mit einbringen möchte. Oder Udo: Er ist Hobby-Amateurfunker, Besitzer von 40 alten Geldspielautomaten, „an denen immer wieder etwas repariert werden muss“. Susanne kennt sich aus mit „Upcycling“ – sie weiß also, wie man aus alten, scheinbar nutzlosen Dingen etwas Neues machen kann. Und Regina? „Ich würde auch helfen und kann einen super Kuchen backen“, schrieb sie Organisator Steffen Reeder.

Wie sieht es aus mit der Haftung?

 Bevor die Helfer einen Gegenstand zum Reparieren in die Hand nehmen, unterschreiben die Besitzer ein Formular. Darin wird festgelegt, dass die Freiwilligen des Repariercafés nicht zur Haftung herangezogen werden können, falls der Gegenstand nicht mehr gerettet werden kann oder gar kaputt geht. „Wir werden unser Bestes geben, aber können natürlich nicht alles reparieren“, betont Organisator Steffen Reeder.

 Was ist der Unterschied zwischen dem Repariercafé und einer Fachwerkstatt?

 „Konkurrenz für Einzelhändler soll in gar keinem Fall entstehen“, sagt Reeder. Das Repariercafé soll im Gegensatz zu Fachwerkstätten vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geben. Die Besitzer sollen dabei zuschauen und lernen, wie ihre Schätzchen repariert werden, sodass sie beim nächsten Mal im besten Fall selbst Hand anlegen können. Darüber hinaus soll das Café ein Ort der Begegnung werden. 

Wann und wo findet das Repariercafé künftig statt?

 Ab dem 1. Juni wollen sich die Freiwilligen, die gerne noch durch weitere Tüftler verstärkt werden können, jeden ersten Freitag im Monat zwischen 14.30 und 18.30 Uhr Zeit nehmen für die Anliegen der Besucher. Die passenden Räumlichkeiten stellt die Stadtbücherei zur Verfügung. Das hat gleich mehrere Vorteile: Hier ist es immer geheizt, hier gibt es Toiletten, hier kann Kaffee gekocht werden und hier gibt es WLAN und Internet-PCs, falls die Tüftler oder Besitzer kurzfristig Hilfe aus dem Web in Anspruch nehmen möchten.

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