„Sind mit den Förstern vor Ort gut gefahren“

BGH-Urteil zur Holzvermarktung wird mit Spannung erwartet

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Die durch das Sturmtief „Friederike“ verursachten Schäden – hier im Bereich der Affelner Straße – hielten sich mit rund 600 Festmetern in Grenzen.  

Plettenberg - Wird die bisherige Struktur der Forstverwaltung in Nordrhein-Westfalen zerschlagen? Nach der Beschwerde eines Sägewerkes aus Bayern wurde ein Stein ins Rollen gebracht, den die Plettenberger Kommunalpolitiker gerne aufhalten würden.

Denn geht es nach dem Bundeskartellamt, muss der Holzverkauf in ganz Deuschland völlig anders organisiert werden. Das Land Baden Württemberg erwartet nun die Entscheidung des Bundesgerichtshofes. Die bisherige Praxis, dass der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowohl das Holz aus dem Staatswald als auch aus den kommunalen Forsten und aus dem Privatwald gemeinsam vermarktet, verzerre nach Ansicht der Kartellwächter den Wettbewerb. 

Das Land soll künftig nicht mehr die Vermarktung für Privat- und Kommunalwälder mit mehr als 100 Hektar übernehmen. „Wir erwarten, dass sich die Landesregierung bald zu dem Thema äußert, damit hier Klarheit herrscht“, sagte Bauamtsleiter Sebastian Jülich in der letzten Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses. Verschiedene Szenarien seien denkbar. Entscheidend sei die mündliche Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof am 10. April. „Wir sind mit der Förstern vor Ort immer gut gefahren. 

Die Kommunen sollten nicht im Regen stehen gelassen werden“, wünschte sich Jülich. CDU-Fraktionschef Heiko Hillert sieht vor allem Probleme für Waldbesitzer mit kleinen Flächen. „Zu befürchten ist dann eine schlechtere Bewirtschaftung der Wälder. Wir sollten auf kommunaler Ebene darauf einwirken, dass eine solche Beförsterung auch weiterhin zulässig ist, sofern dafür auf Landesebene Spielräume vorhanden sind“, sagte Hillert. Was das Sturmtief „Friederike“ angeht, konnte Jülich in der Sitzung weitestgehend Entwarnung geben. 

Insgesamt seien rund 600 Festmeter Fichtenholz gefallen. „Und viel mehr kommt da auch nicht mehr“, glaubt Jülich, der besonders viele Schäden im Bereich Hohe Molmert und Landemert verzeichnete. „Bei Kyrill waren es rund 20 000 Festmeter“, so der Bauamtsleiter. 

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