Serie setzt sich fort: Kein Regen

Sommerkino: Andrang riesig - zusätzliche Stühle mussten her

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Bereits die große Beteiligung an der Abstimmung für den Wunschfilm hatte es erahnen lassen: Zahlreiche Besucher kamen in den Rathaus-Innenhof, der zum Freiluftkino umgebaut worden war.

Plettenberg - Als sich am Samstag um kurz nach 21 Uhr die Dunkelheit über der Stadt ausbreitete, war dies der Startschuss für das Sommerkino. Bevor sich die Freiluftkinobesucher zurücklehnen und den Film „Dieses bescheuerte Herz“ sehen konnten, musste im Vorfeld allerhand organisiert werden.

Bereits um 16 Uhr am Nachmittag wurde mit dem Aufbau begonnen. Zuständig für die Technik war die Firma Moving Movies aus Münster. Zwei Mitarbeiter verwandelten in kürzester Zeit den Rathausinnenhof in ein Freilichtkino, dessen Herzstück die acht Meter in der Diagonale messende aufblasbare Leinwand war. 

Früher sei die Leinwand größer gewesen, erzählte Steffen Reeder, Stadtmarketing-Geschäftsführer und Organisator des Sommerkinos. Aber die Bäume im Rathausinnenhof seien gewachsen, so dass man sich für eine etwas kleinere Leinwand entschieden habe. Bäume und Plettenberg – das ist ja bekanntlich so eine Sache. Aber bisher habe sich noch niemand beschwert, schiebt Reeder direkt hinterher und auch am Samstagabend schien niemand in „Stänkerlaune“ zu sein. Zumal erneut das Wetter mitspielte, wie Reeder hervorhob: „Wir hatten noch nie Regen, das ist gut!“ 

Für das passende Ambiente war Pierre Baltins von der Veranstaltungsfirma ProLight verantwortlich. Gemeinsam mit ein paar helfenden Händen hatte er diverse Scheinwerfer im Rathausinnenhof platziert, die einzelne Bäume und Büsche, Teile des Rathausgebäudes sowie das markante Rad abwechselnd in verschiedenen Lichtern erleuchten ließen. Der Wechsel erfolgte ruhig und langsam, sodass er nicht vom eigentlichen Geschehen auf der Leinwand ablenkte, aber für eine wohlige Stimmung sorgte. Das Catering hatte wie üblich das Team des Weidenhof-Kinos um Melanie Jeismann übernommen. Damit das richtige Kino-Feeling aufkam, gab es Popcorn und Nachos sowie kalte Getränke. 

So ausgestattet hätte es eigentlich losgehen können, doch: „Erste Sensation: Wir mussten Stühle nachholen“erzählte Steffen Reeder. Der Andrang am Samstag sei ähnlich groß gewesen wie vor einigen Jahren, als man „Honig im Kopf“ gezeigt habe. Bereits um 20.15 Uhr waren nahezu alle bereitgestellten Stühle belegt gewesen. Ein paar findige Plettenberger hatten vorgesorgt und sich Camping- und Garten-stühle mitgebracht, um ganz sicher einen Sitzplatz zu haben. Doch dieses Problem wurde schnell behoben: „Wir haben Barbara Benners Stuhllager geplündert“, gestand Reeder mit einem Lächeln. 

Schließlich hatte jeder einen Platz gefunden und auch die nachgeholten Stühle waren so gut wie alle belegt. Besucher im Alter von zehn bis 70 Jahren mummelten sich in mitgebrachte Decken, denn als es dunkel wurde, fielen auch die Temperaturen. So groß der Andrang am Samstag war, so groß war auch im Vorfeld die Abstimmungsbeteiligung gewesen. 350 Leuten hatten an der Abstimmung darüber, welcher Film gezeigt werden sollte, teilgenommen. Das sei „super viel“ gewesen, so Reeder, sonst seien es maximal 150, keinesfalls mehr als 200 gewesen. 48 Prozent der Teilnehmer hatten sich für den Film „Dieses bescheuerte Herz“ entschieden. 

„Das ist ein Film, bei dem man lachen und ein bisschen weinen kann“, kündigte Reeder in seiner kurzen Begrüßungsansprache an und schob augenzwinkernd hinterher: „Ihr habt es euch ausgesucht, da müsst ihr jetzt durch.“ Bevor Schauspieler Elyas M’Barek über die Leinwand flimmerte, wurden einige heitere Kurzfilme von „Gute Arbeit Originals“ gezeigt, sowie selbstproduzierte Werbesequenzen des KBOP der Zeppelinschule. Um kurz vor halb zehn war es dann endlich soweit: der Hauptfilm startete. 

Ursprünglich sollte das Sommerkino übrigens gar nicht im Rathausinnenhof, sondern an der Waterkant stattfinden, die Leinwand mitten in der Lenne platziert. Doch die technischen Probleme habe man bisher zumindest noch nicht in den Griff kriegen können, erzählte Reeder. Vielleicht im nächsten Jahr.

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