Blutspendeteam in Schützenhalle personell unterbesetzt

Sechs Kräfte für 250 Spender

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Bei der DRK-Blutspende in der Plettenberger Schützenhalle wurden am Dienstag insgesamt 233 Blutspender gezählt. 

Plettenberg - Mit einem großen Aufruf wandte sich der Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West am Montag an die Plettenberger und trommelte für die Blutspende. 

Sehr viele Plettenberger folgten dem Aufruf in der Ferienzeit, doch in der Schützenhalle angekommen, mussten die Spender bei bestem Grillwetter viel Geduld mitbringen, denn gerade einmal sechs Mitarbeiter mussten sich um 259 Spendenwillige kümmern.

Schreiben Sie mal etwas darüber, wie lange man hier warten muss. Und die Mitarbeiter hier überschlagen sich schon fast“, sagte eine schlecht gelaunte Spenderin, die mit vielen anderen Spendenwilligen in der langen Warteschlange stand. Fast zwei Stunden betrug die Wartezeit für die einzelnen Spender und so wunderte es auch nicht, dass das nur sechsköpfige Team – normalerweise kommen bis zu 14 Mitarbeiter – anderthalb Stunden länger arbeiten musste, um alle Spender bedienen zu können. 

„Wir können uns nur in aller Form bei allen Spendern für die lange Wartezeit entschuldigen“, sagte Michael Pingel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Er selbst habe im Vorfeld den Bedarf auf ein Blutspendeteam festgelegt, was bei dem zuständigen Einsatzleiter Gerd Mrozik schon Verwunderung hevorrief: „Ich bin auch darüber gestolpert.“ Laut dem ihm vorliegenden Einsatzbericht seien 259 Spendenwillige erschienen und letztlich 233 Blutspenden entnommen worden.

„Das ist für ein Team nur ganz schwer zu schaffen“, sagte der Einsatzleiter. Doch warum wurde nur ein Team für die Spende in der großen Schützenhalle eingeplant? Den Grund nennt der dafür verantwortliche Michael Pingel: „Wir orientieren uns bei der Bedarfsplanung immer an den Zahlen des Vorjahres.“ 

Und da habe man in Plettenberg gerade einmal 149 Spender gezählt. Ein Team sei für bis zu 160 Spender ausreichend. „Wir waren von dem Ansturm in den Sommerferien wirklich überrascht“, sagte Pingel, der am Montag in Brilon das Gegenteil erlebte. Dort hatte man mit 330 Spendern gerechnet, aber nur 240 kamen. 

„Plettenberg ist schwer kalkulierbar“

 „Wir hatten auch keine Möglichkeit mehr, zusätzliches Personal nach Plettenberg zu beordern“, bedauerte Pingel. Dass man im Vorfeld noch groß die Werbetrommel gerührt habe, sei natürlich unglücklich. 

„Gerade in Plettenberg ist es immer schwer kalkulierbar. Wir hatten dort auch schon 14 Mitarbeiter für 102 Spender“, sagte Pingel. 

Dennoch konnte der Referent für Öffentlichkeitsarbeit versprechen, dass bei der nächsten Blutspende in der Schützenhalle am Dienstag, 19. September, von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr in jedem Fall zwei Teams für Plettenberg eingeplant würden, zumal die Vorjahreszahl bei 235 Spendern lag. 

„Wir wollen eigentlich zufriedene Spender, insofern tut es mir wirklich leid, dass es zu so langen Wartezeiten kam“, sagte Pingel, der sich möglicherweise auch noch einmal mit einer schriftlichen Entschuldigung an die Spender richten wird. Die konnten sich nach der langen Warterei und der Blutspende zum Abschluss zumindest noch über eine recht große Auswahl an Brötchen, Teigwaren, Obst Getränken und anderen Leckereien freuen.

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