Noch kein ASP-Fall bekannt

Schweinepest Thema bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings

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Viele Mitglieder waren am Freitagabend zur Hauptversammlung in den Holthauser Saal gekommen. 

Plettenberg - Das „Schreckgespenst“ Afrikanische Schweinepest ist auf dem Vormarsch und war dementsprechend natürlich ein großes Thema bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Plettenberg am Freitagabend im Holthausener Saal.

Kreisveterinär Dr. Jobst Trappe war gekommen, um die versammelten Mitglieder über den derzeitigen Stand der Ausbreitung zu informieren und dahingehend zu instruieren, welche Schutzmaßnahmen getroffen werden sollen. Dafür hatte er Protokolle und Kanülen mitgebracht, damit die Jäger Blutproben von erkrankten und Falltieren nehmen und einreichen können. Zudem forderte Trappe höchste Hygiene- und Ordnungsvorkehrungen, beispielsweise das Zurücklassen von Jagdbeute aus Risikogebieten. Auch Kleidung sollte, wenn nicht gründlich desinfiziert, nicht mit zurückgebracht werden. 

Bereits ein Tropfen Blut auf der Stiefelspitze reiche aus, um ein Schwein zu infizieren, mahnte Trappe, und in Lebensmitteln sei das Virus gar monatelang aktiv. Da es keinen Impfstoff gibt, ist außerdem die Bestandsreduzierung des Schwarzwildes äußerst wichtig. Bisher gibt es noch keinen Fall der ASP in Deutschland, es sei also nicht nötig, in Panik zu verfallen, so Trappe. Doch sagte er auch ganz klar, wenn sich die ASP auch hier ausbreite, „dann kollabiert ein großer Teil des landwirtschaftlichen Bereichs“ und „es könnte eine unangenehm lange Zeit der Seuchenbekämpfung auf uns zukommen“. 

Gute Ergebnisse erzielten die Hegeringer bei den Jahresjagdstrecken. Negativ bemerkte Hartmut Tengler die hohe Zahl an Fallwild speziell auf der K5 zwischen Landemert und Hülschotten. Außerdem kritisierte er, dass rund ein Drittel der Reviere keine Streckenmeldung abgegeben habe. „Zum Kotzen“ sei das, da die Statistik so nicht stimme. 

Auch bei der Trophäenbesprechung und -bewertung waren einige Reviere gar nicht vertreten. Auffallend war, dass es sich dabei meist um Staatsreviere handelt, was von den Mitgliedern des Hegerings sehr bemängelt wurde, da von ihrer Seite stets eine genaue Dokumentation verlangt werde. Dennoch waren 106 Rehwildgehörne ausgestellt, von denen Thomas Kroll-Bothe und Andreas Kurras die besten drei prämierten: den dritten Platz belegte Moritz Hiby, den zweiten Philip Plassmann und Thomas Hiby den ersten Platz.

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