Bußgelder bis zu 25.000 Euro 

Schwarze Schafe missachten Corona-Regeln: Ordnungsamt warnt

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Es hilft nichts: Das Plettenberger Ordnungsamt wird die Corona-Kontrollen wieder intensivieren, weil sich einige wenige schwarze Schafe nicht an die Regeln halten. Unser Symbolbild zeigt eine Szene aus Köln.

Die Sommerferien, das schöne Wetter, die Lust auf das Reisen, all dies hat in den letzten Tagen und Wochen anscheinend dafür gesorgt, dass die Bürger leichtsinniger im Umgang mit dem Coronavirus geworden sind – auch im Märkischen Kreis.

Plettenberg – Auch in Plettenberg wurden die Menschen leichtsinniger, wie unter anderem die fünf Neu-Infektionen Mitte dieser Woche gezeigt haben. Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel bestätigt diese Einschätzung und kündigt deshalb wieder verstärkte Corona-Kontrollen für Plettenberg an.

„Zwar verhalten sich die meisten Bürger, Vereine und Gewerbetreibenden nach wie vor vorbildlich. Zu beobachten ist bei stichprobenhaften Kontrollen jedoch eine zunehmende Müdigkeit, Grundregeln zur Vermeidung einer Coronavirus-Übertragung einzuhalten“, unterstreicht Spiegel die allgemeine Wahrnehmung, dass die Menschen leichtsinniger geworden sind.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten in letzter Zeit deutlich mehr Bürger angetroffen, die der Ansicht zu sein scheinen, dass die Corona-Pandemie schon überstanden ist. „In Geschäften und Imbissbetrieben muss inzwischen häufiger daran erinnert werden, die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen“, sagt Spiegel.

Er nennt Beispiele von den wenigen schwarzen Schafen: „Da werden beim Friseur vor dem Haarschnitt die Haare nicht gewaschen; ein Gastwirt bedient im Gastraum ohne Mund-Nase-Bedeckung, vernachlässigt die Gästeerfassung für das Gesundheitsamt, ignoriert den einzuhaltenden Mindestabstand zwischen Tischen oder ein Einzelhändler hält wichtige Hygieneregeln nicht ein.“

Stichwort Gästeerfassung: In einer Stadt im Kreis soll die Datenschutzbeauftragte die Corona-Listen fotografiert haben. Gäste haben sich beschwert. 

Coronavirus in Plettenberg: Ordnungsamt warnt

Die Ordnungsbehörde müsse in diesen Fällen Verfahren einleiten. Spiegel erinnert daran, dass bei gravierenden Verstößen empfindliche Bußgelder von bis zu 25.000 Euro drohen. Das betrifft nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Privatpersonen. Spiegel: „Wir gehen auch dem Verdacht nach, dass unter Missachtung der Coronaregeln eine größere Fete gefeiert wurde.“

Das rücksichtslose Verhalten der wenigen schwarzen Schafe führe dazu, dass die Kontrollen wieder intensiviert werden müssen. Denn: Schwarze Schafe, Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten und der angedachte Regelbetrieb in Schulen führen nach Ansicht des Ordnungsamtsleiters zu einer Gemengelage mit einem kaum einschätzbaren Gefahrenpotential.

Auch vor dem Hintergrund, dass Covid-19-Erkrankungen insbesondere bei Risikogruppen schwere Verläufe nehmen können, appelliert das Ordnungsamt an jeden Einzelnen, achtsam zu sein und sich verantwortungsvoll zu verhalten. Alle Entwicklungen zu den Entwicklungen des Coronavirus im MK finden Sie in unserem Ticker.

Coronavirus in Plettenberg: Schutzmaßnahmen bei Festen

„Dazu gehört auch, Lockerungen der Coronaschutzverordnung keinesfalls auszureizen und bei zulässigen Feiern aus besonderem Anlass – zum Beispiel Hochzeiten – Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das können sein: „Handdesinfektion, möglichst kein Selbstbedienungsbuffet anbieten, Musiker mit erhöhtem Sicherheitsabstand, Bedienung trägt Mund-Nase-Bedeckung, Gästeliste, gründliches Lüften“, erklärt Spiegel. „Grundpfeiler achtsamen Verhaltens sind nach wie vor Abstandhalten, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Einhalten von Hygieneregeln, gründliches Lüften von Innenräumen.“

Selbst im günstigsten Fall müsse sich jeder darauf einstellen, dass die Gefahr einer Virus-Verbreitung noch über einen langen Zeitraum hinweg durch achtsames Verhalten und Hygienemaßnahmen gebannt werden muss. Spiegel: „Das kann nur gemeinsam gelingen.“

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