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Neue Schießanlage: Ab jetzt wird elektronisch geschossen

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Von: Hartmut Damschen

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Frank Posdena (links) und Jörg Klages an zwei der bereits montierten neuen Kugelfänge des Schützenvereins Sundhelle.
Frank Posdena (links) und Jörg Klages an zwei der bereits montierten neuen Kugelfänge des Schützenvereins Sundhelle. © Damschen

Zielen, Druckpunkt, fliegen lassen – und möglichst die 10 treffen. So wünschen es sich nicht nur die Schützen im Sundheller Schützenverein. Auch, wenn es für die meisten anders kommt, macht das Sportschießen Spaß, übt die Selbstbeherrschung und die Konzentrationsfähigkeit. Im Schützenheim auf der Sundhelle tut sich im Moment eine Menge, damit Spaß, Übung, Kameradschaft, Geselligkeit und Integration nicht zu kurz kommen.

Plettenberg - Jörg Klages, 1. Vorsitzender des Schützenverein Blau-Weiß Sundhelle, hat Förderanträge zur kompletten Erneuerung der bisherigen, althergebrachten Schießanlage gestellt. Seine Begründung: „Migration erfordert Integration. Wir wollen in dem Bereich, Kindern, Jugendlichen, Mädchen, Frauen und Älteren die Möglichkeit bieten, sich in einem Verein sportlich zu betätigen und, wenn sie wollen, auch ehrenamtlich tätig zu werden. Wir wollen die Inklusion aller Menschen leben. Anreiz und außergewöhnlicher Zugpunkt für sie, nicht nur für unsere jetzigen Mitglieder, wird die neue elektronische Schießanlage werden.“

Die vorgenannten gewichtigen Gründe, die Klages eingebracht hatte, führten dazu, dass der Verein daraufhin auch positive Bescheide vom Landessportbund (LSB) bekam. Die eine Förderung über 40 000 Euro läuft über „Moderne Sportstätten 2022“, die in dem Fall zu 75 Prozent bezuschusst wird.

Die restlichen 25 Prozent bringt der Verein über eigenes Kapital und Eigenleistung auf. Über das andere Förderprogramm „1000 mal 1000“ vom LSB fließen noch mal 1 000 Euro. Jörg Klages: „Die Finanzierung steht, die notwendigen Bestellungen sind gelaufen und wir sind nun in der Realisierungsphase.“

Frank Posdena, technisch versierter Schriftführer im Verein, baut zurzeit mit Ingo Runte die Anlage auf. Posdena: „Es sind eigentlich drei Schießanlagen (Luftgewehr/Luftpistole, Laserzieleinrichtung und Kleinkaliber), die die Schießergebnisse an einen zentralen Arbeitsplatz melden und sofort dort auch ausgewertet werden. Dafür müssen Datenkabel verlegt und die neuen Kugelfänge montiert werden.“

Die fertige Anlage verspricht, nicht nur für die Sportschützen des eigenen Vereins, eine Möglichkeit, spannende Wettbewerbe auszutragen und die angestrebte Inklusion mit Leben zu füllen. Vielleicht würde es am Samstag vor dem 1. Advent schon möglich sein, einen Blick auf das neue Prunkstück des Vereins werfen zu können. An dem Tag ist auf dem Schießstand ein Weihnachtsmarkt geplant.

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