Schülerzahlen vor Ort stabil 

Lehrer fehlen an Grundschulen

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Plettenberg - Die Sommerferien enden heute. Am Donnerstag und Freitag werden in Plettenberg 222 Kinder eingeschult. Diese Zahl hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht großartig verändert. Was alle Schulen verbindet: Es gibt keine neuen Lehrer. Personal an den Grundschulen wird dringend gesucht.

Eng wird es zum Beispiel an der Hallenschule und der Ohler Grundschule, die zusammengehören. Insgesamt 60 Kinder werden hier eingeschult – eigentlich nichts Außergewöhnliches. Das Problem: Es gibt zu wenig Lehrer. „Wir suchen händeringend“, sagt Schulleiter Gerhard Haas.

Dass es keinen Lehrer-Nachwuchs gibt, hat jetzt dazu geführt, dass Haas eine erste Klasse mit einer halben Stelle übernehmen wird. „Anders geht es nicht.“ Mit der anderen halben Stelle wird er die beiden Schulen leiten. „Das wird wahrscheinlich aber nicht reichen“, mutmaßte Haas, der sich schon auf Überstunden einstellt, wie er am Telefon erklärte.

Ebenfalls eine erste Klasse mit einer halben Stelle wird Sonderpädagogin Sarah Peters übernehmen. Mit der anderen halben Stelle wird sie sich weiterhin um Kinder mit besonderem Förderbedarf kümmern.

62 neue Schüler gehen ab Donnerstag auf die Martin-Luther-Schule, 25 in den Teilstandort Oester. Die Schülerzahlen seien „stabil“, wie Sekretärin Claudia Pingler erklärt. Was auch hier auffällt: Es gibt weder neue Lehrer, noch Referendare. „Wir machen mit dem gleichen Bestand weiter“, sagt Pingler. Eine neue Schulleitung gibt es hier übrigens noch nicht. Gertrud van Schwamen wird die Schule weiterhin kommissarisch leiten.

Ernüchterung auch an der Eschenschule: Angesprochen auf neue Lehrer, antwortet Schulleiter Nico Schröder: „Leider gar nichts.“ An den Schülerzahlen habe sich auch hier nicht viel geändert. Eingeschult werden 32 Schüler, macht zwei Klassen á 16 Kinder.

Laut dem Märkischen Kreis werden insgesamt 222 Kinder in Plettenberg eingeschult. Demnach gehen 43 Kinder auf die Holthauser Grundschule.

Das Problem „Lehrermangel“ gibt es in ganz NRW. Das Schulministerin versucht, mit neuen Methoden neue Lehrer zu finden. Der Bewerberkreis für Seiteneinsteiger wird erweitert. Künftig können sich auch Fachhochschulabsolventen mit Masterabschluss auf eine Lehrerstelle bewerben. Einstellungen an Grund-, Haupt- und Realschulen sollen mit kurzfristigen Verbeamtungsperspektiven attraktiver werden, heißt es. Unter anderem soll auch der Ruhestand von verbeamteten Lehrern bis zu drei Jahre hinausgeschoben werden können.

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