Abendessen als Dank für Feuerwehr

Schnelle Hilfe nach Sturz vom Dach geleistet

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Mit einem leckeren syrischen Abendessen bedankte sich die Flüchtlingsfamilie bei den Einsatzkräften, die nach dem schweren Sturz eines Mannes Erste Hilfe leisteten.

Plettenberg - Der Schock sitzt noch immer tief: Vor knapp zwei Wochen, während dem Aufbau zum Holthauser Feuerwehrfest, stürzte ein Familienmitglied einer syrischen Flüchtlingsfamilie vom Dach des Gerätehauses. Der Flüchtling zog sich dabei schwerste Verletzungen zu.

Der Mann, der mit seiner Familie in dem Gerätehaus wohnt, befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Seine Familie bedankte sich jetzt bei den Feuerwehrmännern mit einem Essen für ihre schnelle Hilfe. Der Mann hatte Glück im Ungück, denn die Einsatzkräfte der Holthauser Löschgruppe waren bereits an Ort und Stelle und konnten unmittelbar Erste Hilfe leisten – so konnte Schlimmeres verhindert werden.

Im weiteren Verlauf forderten sie zusätzlich die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswache an. Während der Syrer nach notärztlicher Behandlung mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik nach Gelsenkirchen gebracht wurde, wo er sich immer noch in Behandlung befindet, musste dessen Schwester mit schwerem Schockzustand per Rettungswagen ins Klinikum Lüdenscheid eingeliefert werden. 

Nachdem die Schwester aus dem Klinikum entlassen werden konnte, wollten sie und ihre Familie sich unbedingt bei den Feuerwehrkräften mit einem Essen nach syrischer Tradition bedanken. Am vergangenen Freitag, während eines Dienstes der Löschgruppe, überraschte die Familie die knapp 20 Feuerwehrkräfte mit einem umfangreichen und selbst zubereiteten Abendessen. 

Der stellvertretende Löschgruppenführer Thomas Gritschke und Wachleiter Peter Hemscheidt, als Vertreter der hauptamtlichen Kräfte, bedankten sich bei den sichtlich gerührten Familienmitgliedern. Die Syrer überreichten das Essen als eine Geste der Dankbarkeit. 

Verunglückter auf dem Weg der Besserung 

Dem Verunglückten geht es laut seiner Familie besser; er befindet sich auf dem Weg der Besserung, wird aber immer noch intensivmedizinisch behandelt. „Es war eigentlich eine Selbstverständlichkeit für unsere Einsatzkräfte zu helfen, aber wir freuen uns natürlich sehr über eine so nett gemeinte Geste und diese Dankbarkeit“, erklärt Gritschke stellvertretend für die Einsatzkräfte gegenüber der Flüchtlingsfamilie. 

Gemeinsam saßen die Feuerwehrmänner mit ihren syrischen Nachbarn bei einem schmackhaft zubereiteten Abendessen zusammen und lernten sich dabei gegenseitig besser kennen. Trotz des erst kurzfristigen Aufenthaltes in Deutschland besitzt die Flüchtlingsfamilie aufgrund von Sprachkursen schon sehr gute Deutschkenntnisse. Das erleichterte den Erfahrungsaustausch untereinander an dem Abend deutlich. 

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