Bürgergespräch der PWG

Landemert: Kein Breitband vor 2021

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In Landemert existieren derzeit viele Baustellen.

Plettenberg – Ob Internet-Ausbau, die Sanierung der Dorfstraße oder das fehlende Radweg-Teilstück: In Landemert existieren derzeit viele Baustellen. Kein Wunder also, dass das Bürgergespräch der Plettenberger Wählergemeinschaft (PWG) am Montagabend auf großes Interesse stieß.

PWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Salscheider und Bürgermeister Ulrich Schulte brachten die gut 40 Bewohner Landemerts im Gasthof Käsebrink auf den neuesten Stand. Und soviel steht fest: In dem kleinen Dorf soll sich in diesem Jahr so einiges tun. Weiterhin schlechte Nachrichten gibt es in Sachen Breitbandausbau: In diesem Jahr „wird sich in der Richtung nichts tun“, erklärte der Bürgermeister. 

Die Verfahren seien deutlich schwieriger und zeitaufwendiger gewesen, als von den Verantwortlichen geplant. So habe es nun ein volles Jahr gebraucht, um mit den Anbietern die Verhandlungen abzuschließen. Konkretere Informationen, wann es dann 2021 mit dem Ausbau losgehen könnte, soll Bürgermeister Schulte bei einem Informationsgespräch am 19. März erhalten. 

Hier will das Stadtoberhaupt auch nachhaken, wie es mit dem 6. Call (Aufruf) weitergeht, in dem unter anderem auch Einzelgehöfte in Landemert gefasst sind, die zu einem noch späteren Zeitpunkt ausgebaut werden. Die Sanierung der Dorfstraße bis zur Einfahrt Dorfplatz sei in trockenen Tüchern, so der Bürgermeister. Der Plan: Ausschreibung im April, Baustart im Sommer, Fertigstellung in 2020. 

In diesem Zuge sollen auch Leerrohre verlegt werden, damit die neue Straße ein Jahr später wegen des geplanten Breitbandausbaus nicht direkt wieder aufgerissen werden muss. Im Zeitraum April/Mai soll mit den restlichen Arbeiten am Radweg nach Landemert begonnen werden, damit die Strecke im Sommer endgültig fertig ist, hieß es am Montag. Noch fehlt das mehrere hundert Meter lange Teilstück vom Ortsteil Heveschotten bis zur Hachmecke, für das der Kreis zuständig ist.

 Die Stadt hat ihren Teil schon lange gebaut: Das mit über zwei Kilometern weitaus längere Stück des Radweges – von der Hachmecke bis nach Landemert – konnte bereits Mitte 2018 eingeweiht werden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der K 5 ist schon länger Thema in Landemert, alleine schon, da die Strecke berühmt-berüchtigt für Wildunfälle ist. Auch Rufe nach Blitzern wurden laut, damit sich Fahrer wenigstens an die geltenden 100 km/h halten. Das wolle der Bürgermeister noch einmal mit der Polizei des Märkischen Kreises besprechen. Bewohner sprachen auch blaue Reflektoren an, die entlang der Strecke angebracht werden und Wild abschrecken sollen.

 Ganz aktuell habe das Ordnungsamt einen neuen Antrag vorbereitet, damit wenigstens an den Einfahrten nach Landemert die Geschwindigkeit auf 80 km/h reduziert werden könnte. Möglicherweise werde es noch eine Unterschriftenliste zu dieser Thematik geben, kündigte Salscheider an, der versicherte: „Wir bleiben dran.“ Anträge auf Tempo 70 und 80 km/h auf der kompletten Strecke hatte der Kreis zuletzt abgelehnt. Ein weiteres Thema: Spielplätze. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren Vorzeigespielplätze nach dem Motto „Qualität statt Quantität“ geschaffen. 

In diesem Zuge würden vereinzelt auch Plätze geschlossen. Das sei in Landemert aber nicht vorgesehen, so Salscheider, der auch Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses ist. Aktuell besitzt Landemert einen zweigeteilten Spielplatz, einmal für jüngere und einmal für ältere Kinder. Diese beiden Plätze sollen nun zusammengelegt werden. 

Der Startschuss für die ersten Arbeiten soll noch in diesem Jahr fallen. Geplant ist unter anderem, dass ein Spielturm von einem anderen Spielplatz installiert wird. Als neue Attraktion soll es auch eine Seilbahn geben. Weitere Windräder wird es in Plettenberg dagegen vorerst wohl nicht geben. Grund seien die Regelungen zu den Abstandsflächen, die von Bund und Land häufig verändert und damit die Planungen stark erschweren würden, erklärte der Bürgermeister.

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