Ein Jahr vor den Attendornern soll die Innenstadt fertig sein

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Helle Granitplatten sollen voraussichtlich bei der Neugestaltung der Innenstadt verwendet werden – in Kürze soll eine konkrete Wahl getroffen werden.

Plettenberg - Attendorn und Plettenberg verbindet mehr, als man angesichts des derzeit laufenden Gerichtsstreits um den Modepark Röther denkt. Beide Städte haben rund 25 000 Einwohner, viel mittelständische Industrie und damit verbunden recht hohe Gewerbesteuereinnahmen sowie eine in die Jahre gekommene Innenstadt.

In der Hansestadt wird mit großem Aufwand seit 2016 an der Neugestaltung der Innenstadt gearbeitet. Bis zum Jahr 2022 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, denn dann steht das 800-jährige Stadtjubiläum an. In Plettenberg könnte man parallel dazu das 625-jährige Stadtjubiläum feiern. Die heimische Innenstadt soll nach dem Willen von Bürgermeister Ulrich Schulte aber schon ein Jahr eher fertig sein. Allerdings sollen in Plettenberg auch nur rund sieben Millionen Euro verbaut werden, während in Attendorn mehr als die vierfache Summe in die Hand genommen wird. 

Lernen können die Plettenberger in jedem Fall von der digital-medialen Begleitung des Bauprojektes, denn unter der Webadresse www.attendorn-innenstadt2022.de erfährt man viel Wissenswertes über die einzelnen Bauabschnitte, die Sperrungen und die damit verbundenen Umleitungen in der Nachbarstadt . „Uns schwebt für Plettenberg etwas Ähnliches vor“, betonte Jürgen Gaidies, Leiter der IT-Abteilung im Rathaus. Bis zum Jahresende soll die Seite möglichst stehen, doch noch fehlen einige Elemente. 

Die noch offenen „Baustellen“ benannte Bürgermeister Ulrich Schulte gestern ganz offen. „Es fehlt noch ein Granit-Stein für die geplante Musterfläche am Kirchplatz.“ Doch wenn es ohnehin Lieferprobleme gebe, könne man einen solchen Stein auch außen vor lassen und die zweite Musterfläche baldmöglichst anlegen, um zu entscheiden, welche Art von gesägtem Granitstein ausgewählt wird. Auch das Beleuchtungskonzept für die Fußgängerzone sowie die konkrete Möblierung mit Bänken und Abfalleimern stehe noch aus. „Dafür geht jetzt die Ausschreibung für das Innenstadtband raus“, betonte Schulte. Damit soll das P-Center noch in diesem Jahr mit der Unteren Wilhelmstraße verbunden werden. Statt farbigem Pflaster bzw. Asphalt, der zwischenzeitlich im Gespräch war, kommt dabei graues Pflaster zum Einsatz, das bereits an der Kaiserstraße verbaut wurde. 

Ob die Maßnahme im Herbst aber wie gewohnt starten kann, ist auch davon abhängig, wie es mit der LWL-Klinik weitergeht. Aktuell stehen dort noch Bauzäune und Fassadengerüste. „Der Bauleiter weiß Bescheid, dass wir dort demnächst starten wollen“, sagte Ulrich Schulte. Im Jahr 2019 sollen dann Maiplatz und Fußgängerzone und gegebenenfalls auch der Wieden modernisiert werden, ehe dann im Jahr 2020 der Kirchplatz an der Reihe ist. Zum Abschluss der Stadtsanierung werde dann 2021 der Maiplatz deutlich aufgewertet.

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