„Sind gut aufgestellt“

Rundgang des CDU-Ortsvereins durch das Unternehmen Heinz Zimmermann

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Geschäftsführer Stefan Zimmermann (re.) führte am Montagabend gut gelaunt durch das Unternehmen Heinz Zimmermann und informierte die CDU Plettenberg. 

Am Montagabend schauten sich die Mitglieder des CDU-Ortsvereins zwei mögliche neue Gewerbebaufflächen im Elsetal an (hier). Im Anschluss lud die Firma Heinz Zimmermann zu einem kleinen Firmenrundgang ein. 

Die Firma könnte in einigen Jahren davon profitieren, dass das Gewerbegebiet Mühlhoff-West geschaffen wird, da der Platz auf dem jetzigen Grundstück begrenzt ist.

Stefan Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter, erklärte, dass das mittelständische Unternehmen derzeit eine gute Auftragslage habe. Gearbeitet würde derzeit im Einschicht-Dienst. „Wir versuchen nach und nach immer mehr in den Zweischicht-Dienst überzugehen“, erklärte Zimmermann. 

25 Mitarbeiter arbeiten bisher in dem Plettenberger Unternehmen. Beschäftigt sind ausgebildete Fachkräfte. „Das muss auch so sein. Unsere Teile werden zum Beispiel für Airbags verwendet“, sagte Zimmermann. „Wenn die nicht gut und sicher sind, kann ich nicht ruhig schlafen.“ Das Unternehmen ist am meisten in der Automobilbranche vertreten. „Wir sind auch in der E-Mobilität bisher gut zu Gange“, sagte der Geschäftsführer. 

Bisher liefen die Geschäfte gut, sodass vor gut drei Jahren eine neue 800 Quadratmeter große Logistikhalle gebaut wurde. Zimmermann begrüßte die Idee, dass demnächst möglicherweise das Industriegebiet Mühlhoff-West geschaffen wird, das hinter dem Firmengrundstück in Richtung Hüinghausen entstehen soll. „Für zwei bis drei Hallen haben wir vielleicht noch Platz auf unserem Gelände“, sagte Zimmermann. 

Danach müsse man sich nach neuen Flächen umsehen. Denn man setze darauf, größer zu werden. Das merke man auch an Dingen wie dem SAP-gesteuerten Verkauf (Software zur genauen Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse). „Das ist ungewöhnlich für die Größe unseres Unternehmens. Aber es ist wichtig, dass wir die gleiche Sprache wie unsere Kunden sprechen“, sagte Zimmermann. 

Was den CDU-Mitgliedern beim Betreten der Halle gleich aufgefallen ist: die riesigen Stahlvorräte. Das sei nicht der Normalfall und nur vorübergehend, dennoch wichtig, um liefern zu können. Könne jemand zum Beispiel in der Autobranche nicht liefern, sei er schnell weg vom Markt. 

„Stellen 99 Prozent der Werkzeuge selbst her“ 

99 Prozent der Werkzeuge würden bei der Firma Zimmermann selbst hergestellt – ganz gleich ob kleine und handliche Teile oder Werkzeuge bis zu eineinhalb Meter Länge. Werkzeugmacher Jochen Gräwe zeigte den Christdemokraten die CNC-Fräse VCP800, die computergesteuert vollautomatisch arbeitet, und sorgte damit für Begeisterung bei den Mitgliedern. 

Gefräst wurde nämlich das CDU-Logo. Im Anschluss lud die Familie Zimmermann um Gründer und Namensgeber Heinz Zimmermann zu einem Umtrunk ein. 

Prio-1-Thema gemeinsames Gewerbegebiet

Bevor sich die CDU-Mitglieder am Montag das mögliche Industriegebiet Mühlhoff-West genauer anschauten, blickten sie erst auf die Gewerbefläche in Köbbinghausen / Hüinghausen, die zwischen der Firma Seissenschmidt und dem MME-Bahnhof ausgewiesen werden könnte. 

Dieses interkommunale Gewerbegebiet soll von Plettenberger und Herscheider Unternehmen gleichermaßen genutzt werden können. Die beiden Flächen, die am Montag besichtigt wurden, wurden bereits Mitte April im Planungsausschuss von allen Beteiligten favorisiert, um, ähnlich wie am Osterloh, Platz für Industriebetriebe zu schaffen. Zur Zeit werden die Wiesen noch für die Landwirtschaft genutzt. 

Dass etwas getan werden muss, sahen die Mitglieder des Planungsausschusses bereits damals als dringend erforderlich an. „Wenn die Industrie hier weggeht, dann bluten wir aus“, sagte damals zum Beispiel Uwe Meister (CDU). FDP-Fraktionschef Hellwig forderte, dieses Thema stets auf die Agenda zu setzen, „schließlich können wir unsere Ausgaben nur durch die Gewerbesteuer decken.“ 

Er bezeichnete die Angelegenheit als „Prio-1-Thema“ der Stadt. Klaus Ising (CDU) erklärte zu den Gewerbegebieten Köbbinghauser Hammer oder dem Osterloh: „Jetzt fällt keinem mehr auf, dass diese Gebiete früher mal schöne Landschaften waren.“

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