Die Oestertalsperre passt jetzt noch drei Mal in die Biggetalsperre

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Die Oestertalsperre läuft derzeit regelmäßig über.

Plettenberg - Für dieses prächtige Bild von der überlaufenden Oestertalsperre, hätte man früher einen riesigen Kran, ein sehr tief fliegendes Flugzeug oder einen Hubschrauber benötigt. Heute reicht eine gute Drohne aus, um solche Aufnahmen anfertigen zu können.

Die kunstvolle Bildgestaltung gelang dem Plettenberger Hobbyfotografen Michael Scheideler. Während die Plettenberger Talsperre mit einem Fassungsvermögen von 3,1 Millionen Kubikmetern angesichts der Regenmassen der letzten Tage überläuft, sieht man am hinteren rechten Bildrand den schneebedeckten Sümberg (554 Meter hoch) und in der Bildmitte die über 660 Meter hoch gelegene Nordhelle.

Deutlich größere Mengen als an der Oestertalsperre werden in regenfreien Phasen vom Ruhrverband an der Biggetalsperre abgelassen. Dort wurden am Dienstag pro Sekunde 21 000 Liter  Wasser abgelassen. Der Füllungsgrad dort liegt bei 94,3 Prozent, was 161,8 Mio. Kubikmetern Wasser entspricht. Das noch verbliebene Fassungsvermögen der Bigge würde nach den Angaben von Ruhrverbandssprecherin Britta Balt ausreichen, um jetzt noch den dreifachen Inhalt der Oestertalsperre aufzunehmen. Ungeachtet dessen betreibe man ein ausgeklügeltes Talsperrenmanagement, um Hochwasserspitzen zu vermeiden und Städte wie Altena nicht vor große Probleme zu stellen.

Die Bigge ist aktuell zu 94 Prozent gefüllt.

 "Wir haben sicher nicht im Sinn, nachts das Lennetal zu überfluten", betonte Balt. Man habe stattdessen die vergleichsweise trockenen letzten Tage genutzt, um viel Wasser abzulassen und so einen Puffer für die Regenfront zu haben. Die Entscheidung, wann wie viel Wasser abgelassen werde, treffe man in der Zentrale des Ruhrverbands in Essen.    Vor Ort werde diese dann umgesetzt - aktuell im 24 Stunden-Dienst. Die Hochwasserlage in Städten wie Plettenberg, Werdohl und Altena beobachte man dabei kontinuierlich und stimme sich mit den Behörden ab. "Wir werden das Hochwasser nicht verschärfen, in dem wir bei Dauerregen noch zusätzlich Unmengen an Wasser ablassen", stellte Balt klar.

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