„Neubau“ in historischem Gemäuer

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Claudia Damm-Marl, Dieter Kahl, Tanja Junior und Thomas Junior (v.li.) freuten sich am Freitagabend über das große Interesse an der künftigen KiTa.

Sie dürfte die Platznot in den Plettenberger Kindergärten künftig zumindest ein wenig abmildern: Am Wochenende wurde an der Kindertagesstätte Junior in Köbbinghausen Richtfest gefeiert. Und trotz der eher eisigen Temperaturen versammelten sich einige Plettenberger, um neugierige Blicke in das alte Gemäuer zu werfen, das derzeit zur KiTa umgebaut wird.

Der leitende Zimmermannsmeister Dieter Kahl sprach den traditionellen Richtspruch, in welchem er unter anderem dem Bauherrn Thomas Junior, der Architektin Claudia Damm-Marl sowie den beteiligten Arbeitern seinen Dank aussprach. Anschließend schlug Junior traditionell den letzten Nagel ein.

Die Zeremonie hoch auf dem Gerüst des Hauses verfolgten viele Gäste: Familie und Freunde, Nachbarn und Mitglieder der Dorfgemeinschaft Köbbinghausen, Mitarbeiter und Unternehmer, aber auch Eltern der zukünftigen KiTa-Kinder, von denen auch bereits einige gekommen waren. Und so hallte schon einige Monate vor der offiziellen Inbetriebnahme der Kindertagesstätte herzliches Kinderlachen aus den Wänden wider.

Seit Sommer vergangenen Jahres wird am 1428 errichteten Gebäude gearbeitet. Bis auf die Außenwände und den Keller sei es komplett kernsaniert worden – „ein Neubau im alten Gebäude“, wie Bauherr Thomas Junior bemerkte, der die Gäste zu einem selbstständigen „Sich-umsehen“ einlud.

Die alten Mauern vermittelten einen Eindruck von der Geschichte des Gebäudes, aufgehängte Pläne sollten dagegen das künftige Aussehen der Kindertagesstätte verdeutlichen. Bis am 1. August die KiTa in Betrieb gehen kann, liegt noch viel Arbeit vor dem Bautrupp.

Das Personal sei fast vollständig (neun Erzieherinnen sowie drei Erzieherinnen im Anerkennungsjahr) und auch ein großer Teil der KiTa-Plätze sei bereits vergeben, erklärte Junior. Für die Zukunft sei außerdem geplant, dass Unternehmen sogenannte Betriebsplätze erwerben können. Die Plätze würden dann blockiert beziehungsweise reserviert für Kinder von Mitarbeitern, die neu in einem Unternehmen anfangen würden. Dabei handle es sich laut Junior um ein völlig neues Konzept in der Umgebung, das aber bereits auf viel Interesse gestoßen sei. Davon abgesehen sei die KiTa „für jedermann zugänglich“ und sollte auch „von jedermann genutzt“ werden.

Die Investitionskosten von über einer Million Euro wurden wie bei der bereits bestehenden KiTa Junior in Ohle privat finanziert. Natürlich wurden am Freitag dem Bauherrn auch traditionell kleine Präsente überreicht.

Für kurzzeitiges Stirnrunzeln sorgte ein Schneeschieber im Mini-Format. Nein, der sei natürlich nicht für Junior selbst, hieß es vom Spender, sondern für die Kinder. Man liege in Köbbinghausen ja immerhin auf 300 Metern Höhe – da könne es im Winter durchaus mal schneien. Die Kinder dürften sich über das „Werkzeug“ freuen.

Nina Scholle

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