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Trotz PETA-Kritik: Hegering erlegt acht Füchse 

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Von: Georg Dickopf

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Fuchsjagd in Plettenberg
Unter anderem acht Füchse und ein Marder wurden bei der revierübergreifenden Jagd des Hegerings Plettenberg zur Strecke gebracht. © Hegering

In diesem Jahr stand die revierübergreifende Jagd des Hegerings Plettenberg gewissermaßen unter besonderer Beachtung: Im Vorfeld hatte die Tierschutzorganisation PETA massive Kritik an der in Plettenberg geplanten Jagd auf Füchse geäußert.

Plettenberg – Hegeringleiter Philipp Plassmann war gewissermaßen vorbereitet, doch die Jagd an sich und auch das anschließende Streckelegen seien „ganz normal“ abgelaufen.

„Waren gespannt, ob jemand kommt“

„Sorgen gemacht haben wir uns weniger. Wir waren eher gespannt, ob jemand von der PETA kommt“, sagte Plassmann. In dem Fall wäre man damit professionell umgegangen und wäre auf einer „vernünftigen Gesprächsbasis“ zu einer Diskussion mit etwaigen Gegnern der Jagd bereit gewesen.

„Jeder hat schließlich das Recht auf seine Meinung“, sagte Plassmann, der dieses demokratische Recht aber auch für sich selbst reklamiert.

106 Jäger in Plettenberg

Gejagt worden sei von Freitag bis Sonntag in vielen Plettenberger Revieren. Dabei seien insgesamt 106 Jägerinnen und Jäger sowie Gäste gezählt worden. Die Strecke, also das bei der Jagd waidgerecht erlegte Wild, sah wie folgt aus: Insgesamt wurden 20 Stück Wild in ganz Plettenberg erlegt. Das waren: ein Stück Damwild, ein Wildschwein, acht Rehe, neun Füchse, ein Marder.

Die erlegten Tiere seien „brauchtumsgerecht und respektvoll zur Strecke“ – und nicht zur Schau – gelegt worden und mit den entsprechenden Jagdhornsignalen gewürdigt worden. „Es wurden rund 70 Füchse in den verschiedenen Revieren gesichtet. Es sind also bei Weitem nicht alle erlegt worden“. Das Wetter sei für die Jagd eher ungünstig gewesen, denn man habe auf Schnee gehofft.

Im Köbbinghaus gab es ein gemeinsames Frühstück, in dessen Rahmen auch der Jägerschlag erfolgte – die traditionelle Aufnahme der neuen Jungjäger in den Hegering. Insgesamt 14 neue Mitglieder hatten sich im Vorfeld der Herausforderung gestellt, monatelang für das „Grüne Abitur“ gebüffelt, um dann am Sonntag mit dem Jägerschlag in den Kreis der heimischen Jägerschaft aufgenommen zu werden.

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