Retron als Anfang eines großen Projekts?

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Die großen und kleinen Besucher der Retron tauchten am Samstagabend im Grünetaler Schützenheim in die Welt der Videospielkonsolen ab. Geht es nach den Plänen der Veranstalter, soll es schon bald in Plettenberg einen Ort geben, wo die Besucher regelmäßig zocken können.

Plettenberg - Der Videospieletag im Grünetaler Schützenheim war ein voller Erfolg. Jetzt reifen die Pläne für eine eigene Arcade-Bar in Plettenberg.

Sandra Bürger und Matthias Igel waren am Ende rundum zufrieden. Das Veranstaltungs-Duo, das sich mit Super-Mario- und Luigi-Mütze ausgestattet hatte, blickt mit großer Freude auf den Spieletag „Retron“ zurück – und nimmt jetzt schon das nächste große Projekt in Angriff.

„Wir sind sehr überrascht, dass neben einigen bekannten Besuchern in unserem Alter auch so viele junge und neue Leute gekommen sind. Für sie dürfte die Nutzung der Konsolen und Spiele aus längst vergangenen Zeiten eine spannende, neue Erfahrung sein, die sie scheinbar gerne annehmen“, zeigte sich Sandra Bürger begeistert von dem starken Besucheraufkommen im bunt geschmückten Grünetaler Schützenheim, wo am Samstag die erste Plettenberger Spielemesse „Retron“ erfolgreich über die Bühne ging.

Elf Spielgeräte sowie eine große Menge an dazu passenden Videospielen aus den letzten Jahrzehnten standen dazu parat und bildeten eine lange Zeitspanne ab, die von den 70er- bis zur Mitte der 90er Jahre reichte. Als erste Konsole wartete dabei der 35 Jahre alte Vectrex, der dank seiner Vectorgrafik ein besonderes Unikat darstellte. Genau wie andere fast vergessene „alte Schätzchen“ namens Miragama GMC-802, Commodore 64 oder Atari 2600 übte auch der Vectrex eine starke Faszination auf die Messebesucher aus und zog sie mit den altbekannten Spielgefühlen in seinen Bann.

Während die älteren Original-Geräte vor allem von Besuchern genutzt wurden, die wieder in die eigene Kindheit abtauchen wollten und sich ohne große Bedienungsschwierigkeiten die Controller schnappten, war das junge Publikum insbesondere bei ihnen besser bekannten Nintendo-Geräten zu finden. Auch wenn sie die Markteinführung von Super Nintendo oder dem Nintendo 64 natürlich nicht selbst erlebten, konnten sie zumindest mit den Namen etwas anfangen. Und als sie dann noch die zur Auswahl stehenden Spiele sahen, waren sie schnell in ihrem Element. Denn weltberühmte Videospielhelden wie Super Mario, Sonic oder Link aus Zelda waren auch den Jüngsten bestens vertraut und wurden mit viel Freude über die Bildschirme gejagt. Bis zu zehn Spiele lagen pro Konsole für deren Nutzer bereit, sodass für jeden etwas Passendes dabei gewesen sein dürfte. Von Klassikern wie Zelda und Pac Man über die Spiele Streetfighter oder Gran Tourismo bis hin zu alten Versionen aus der Mario-Reihe, die auch auf den modernsten Geräten nicht fehlen dürfen, wurde ein breites Spektrum geboten.

„Es ist einfach schön zu sehen, mit welcher großen Begeisterung die Kinder und Jugendlichen, aber natürlich auch die erwachsenen Besucher dabei sind. Hier kann sich jeder, egal welchen Alters, wieder in seine eigene Spielewelt begeben. Jedes Spielgerät ist nahezu durchgehend besetzt“, stellte Matthias Igel, der sich vor allem über die zahlreiche Teilnahme an den Wettbewerben freute: Bei Mario Kart auf dem Super Nintendo und bei Super Mario Bros. auf dem C64 duellierten sich die Besucher. Erwin gewann vor Michael und Irfan bei Mario Kart, Dennis landete vor Jan und Isabelle bei Mario Bros.

Neben dem fleißigen Daddeln stand für die Organisatoren, die während der Veranstaltung von mehreren Freunden und Bekannten unterstützt wurden, auch die Vorstellung ihres Projektes „Retronom“ im Mittelpunkt. Damit ist eine Bar mit Arcade-Automaten und anderen bedeutenden Spielegeräten aus vergangenen Tagen gemeint, die zu einem festen Spiele-Treffpunkt für junge und alte Besucher werden soll. „Dafür ist die Veranstaltung Retron unser Startpunkt, mit dem wir testen wollen, wie stark das Interesse an solchen Geräten ist und wer sich an unserem Projekt beteiligen würde. Deshalb werden die Einnahmen auch ausschließlich für das Retronom genutzt“, verweist Matthias Igel auf die aktuellen Planungen, die nach dem bemerkenswerten Erfolg der Premierenveranstaltung weiter vorangetrieben werden dürften.

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