Planungs- und Umweltausschuss

Rathaus soll eine Promenade bekommen

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Umgestaltung im Wieden: An dieser Stelle, wo Ingo Geck mit seinem Sohn Ole (4) steht, könnte bald die Rathauspromenade entstehen.

Plettenberg - Eine Rathauspromenade im Wieden? Die Oester und Else noch mehr im Stadtbild? Isabella de Medici vom Planungsbüro dtp aus Essen stellte im Planungs- und Umweltausschuss eine Machbarkeitsstudie zu „Räumen am Wasser“ vor. Die Ausschussmitglieder reagierten begeistert.

Teilweise sind die Ufer der beiden Flüsse sehr zugewachsen, die Else ist an vielen Stellen von Betonwänden umsäumt und die Oester weist zum Teil steile Uferbereiche auf oder verläuft durch einen Tunnel wie am Maiplatz.

Um schöne Orte, Spielplätze und Treffpunkte zu schaffen, sollen Oester und Else erlebbarer gemacht werden. Einige Punkte, an denen dies umgesetzt werden könnte, sind laut der Machbarkeitsstudie zum einen der Wieden, wo eine Rathauspromenade entstehen soll, ein Else-Strand am Radweg, eine schönere Stadtkante am Wall sowie ein grünes Klassenzimmer und gleichzeitig ein Ort für Kinder und Familien im heutigen Schulgarten der Martin-Luther-Schule (wir berichteten).

Auch im Bereich der Sparkasse, speziell auf dem hinteren Parkplatz, könnte man sich eine Neugestaltung zu einem Aufenthaltsort vorstellen. Die Fläche steht der Stadt zwar nicht zur Verfügung, da sie Eigentum der Sparkasse ist und somit ein Umbau mit dieser abgestimmt werden muss; die Fläche biete aber ein schönes Potenzial.

„Wir sind begeistert von den vielen kreativen Ideen. Wir haben viele Potenziale gesehen. Die Rathauspromenade wäre ein großer Gewinn“, äußerte sich Martina Reinhold (SPD) im Ausschuss zu den Vorschlägen, für die eine 60-prozentige Förderung möglich wäre. Auch die CDU äußerte sich zustimmend. „Ich hoffe, wir können viele Projekte umsetzen“, sagte Uwe Meister und verwies darauf, dass die Projekte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da die Temperaturen in heißen Sommern gesenkt werden.

Einig war man sich auch darüber, dass die Umsetzung bezüglich des Wieden/Rathauses schnell entschieden werden müsse beziehungsweise als Erstes umgesetzt werden sollte. Die Sanierung des Wiedens stehe ohnehin an und es sei sinnvoll, dies beiden Maßnahmen zu verbinden. Die Sanierung wurde im Haushaltsplan bereits um ein Jahr nach hinten verschoben, sodass diese 2020 mit der Promenade zusammen umgesetzt werden könnte.

Sowohl für das Projekt am Wieden, das am Wall und an der Sparkasse müssten einige Parkplätze weichen. Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier schätzte die Anzahl der wegfallenden Stellplätze am Wieden auf etwa zehn Stück. Am Wall soll die Fahrbahn um einen Gehweg und einen Fahrradweg erweitert werden und von einer Allee umrahmt werden. Auch für diese Bäume weicht Platz für Parkplätze auf dem Seitenstreifen. Darauf wies der Ausschussvorsitzende Klaus Ising hin: „Der Gedanke ist nicht schlecht, aber wir müssen berücksichtigen, wir brauchen gerade am Wall viele Parkplätze.“ Dennoch stimmte er zu, dass die Bäume das Stadtbild auflockern würden.

Martina Reinhold erwiderte darauf, dass man diese Chance nicht vorbeiziehen lassen sollte. „Wir haben schon früher gesagt, an dieser Stelle muss etwas passieren. Eine Allee und die geplante Beleuchtung hätten viel Charme und ein Rad- und Fußweg wäre schön“, erklärte sie. Hartmut Engelkemeier machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass für die Zukunft eine Deckensanierung des Walls vorgesehen ist. Eine andere Markierung sei erforderlich, ein Abstimmungsgespräch mit Straßen.NRW dafür aber nötig.

Ising-Brücke kommt 2019

Auch die sogenannte Ising-Brücke, die eine Verbindung zwischen Wall und Kaiserstraße bilden soll, kam im Planungs- und Umweltausschuss zur Sprache. Klaus Ising hatte 2007 die Anregung für die Brücke gegeben. Sebastian Jülich habe der Seniorenvertretung für dieses Jahr die Umsetzung zugesichert, erklärte Dörte Kaul in der Sitzung. Dies bestätigte Bürgermeister Ulrich Schulte: „Wir werden das dieses Jahr umsetzen, auch ohne Förderung.“

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