Ralf Engstfeld von der Telekom im Gespräch

Glasfaserausbau: „Deutlicher Standortvorteil für Plettenberg“

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Im Rahmen mehrerer Info-Veranstaltungen hat die Telekom über den Glasfaser-Ausbau informiert. Dennoch sind laut Engstfeld nicht allen Plettenbergern alle Informationen dazu bekannt.  

Plettenberg - Die ersten Unkenrufe sind bereits zu hören: Knapp einen Monat vor Ende der Anmeldefrist hat sich gerade einmal rund die Hälfte der nötigen 1 500 Plettenberger zum Glasfaser-Ausbau der Telekom angemeldet. Ralf Engstfeld vom Infrastrukturvertrieb ist jedoch zuversichtlich, dass die nötige Zahl an Interessierten noch erreicht wird.

„Ich bin mir ganz sicher“, erklärt Engstfeld auf die Frage, ob sich die 1 500 nötigen Plettenberger noch zum Ausbau der Telekom anmelden werden. Ein „Schlussspurt“ würde erfahrungsgemäß stattfinden – schließlich sei die Nachfrage in Plettenberg in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen und würde laut Engstfeld noch weiter steigen.

Nicht in allen Städten, in denen die Telekom den Glasfaser-Ausbau angeboten hat, seien die nötigen Anmeldungen in einem kürzeren Zeitraum erreicht worden. Aber: „Sicherlich ist das Sauerland nicht mit dem Landkreis Leipzig oder anderen Regionen zu vergleichen“, sagt Engstfeld.

In Gesprächen vor Ort sei dem Projektleiter der Telekom vor allem deutlich geworden, dass noch nicht alle Interessierten alle nötigen Informationen besitzen würden. So sei vielen nicht bekannt, dass es den Glasfaser-Anschluss bereits ab 19,95 Euro im Monat geben würde. „Die Gespräche zeigen auch, dass die Vertragsbindung von 24 Monaten [Anm. d. Red.: an die Telekom durch Anmeldung zum Ausbau] hier nicht ausschlaggebend ist“, erklärt Engstfeld.

Dabei müsse den Plettenbergern klar sein, dass die Glasfaser-Technologie eine „zukunftssichere Investition“ sei – alleine schon wegen des enormen Geschwindigkeitspotentials, das bei DSL beispielsweise nicht herrsche. Engstfeld verweist unter anderem auf die Zukunft des Fernsehens: Das „Streaming“ (Übertragung) über Internet würde bald Standard sein. Aber auch im elektronischen Gesundheitswesen würden schnelle Übertragungsraten zukünftig unverzichtbar sein. „Ganz wichtig für Plettenberg sind aber die Möglichkeiten, die sich für Handel, Dienstleistungen, Ärzte und Industrie ergeben“, sagt Engstfeld. Darüber hinaus würde die Internet-Geschwindigkeit künftig auch immer wichtiger bei der Wahl des Wohnorts oder für die Ansiedlung von Gewerbe sein. „Plettenberg bekäme dadurch einen deutlichen Standortvorteil“, bewirbt Engstfeld den Glasfaser-Ausbau der Telekom.

Doch welchen Rat kann der Experte Interessierten geben, die sich zwar gerne anmelden würden, aber noch langfristig an einen Vertrag mit einem anderen Anbieter gebunden sind? „Auf jeden Fall registrieren, wir werden die Kündigung beim jetzigen Anbieter übernehmen, sodass hier keine zusätzlichen monatlichen Kosten anfallen und ein Wechsel erst nach Ende der Vertragslaufzeit beim jetzigen Anbieter erfolgt“, sagt Engstfeld.

Den Einsatz der Plettenberger Politik, die unter anderem mit einem selbst erstellen Flyer die Anmeldung den Glasfaser-Ausbau der Telekom bewirbt, bezeichnet Ralf Engstfeld als „beispielhaft“: „Hier kann ich nur den Hut ziehen und ein großes Danke aussprechen.“

Ausbau in Randgebieten nicht Teil des Projekts

Eine Frage, die ihm von vielen Plettenbergern immer wieder gestellt würde, betreffe den im Rahmen dieses Projekts nicht geplanten Ausbau in den Plettenberger Randgebieten. „Für alle Stadtteile, in denen eine Breitband-Versorgung von 30 MBit / s nicht erreicht wurde, hat der Märkische Kreis eine entsprechende Förderung beantragt“, erklärt Engstfeld. Die Ausschreibungen hierfür würden derzeit laufen – es müsse geklärt werden, welcher Anbieter die Arbeiten durchführen soll. „Da die Telekom dieses Ausschreibungsverfahren nicht behindern darf und will, bietet sie den Glasfaser-Ausbau dort nicht an.“

Daher sei es möglich – sollten sich die 1 500 Plettenberger doch nicht finden – dass in Zukunft in Randgebieten eine schnellere Internet-Verbindung herrscht als im Stadtkern. „Ich bin der Meinung, dass dies auf keinen Fall eintreten darf.“Sollten die erforderlichen Anmeldungen zusammenkommen, sollen die Arbeiten noch im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. Geplant ist eine Fertigstellung im dritten Quartal des kommenden Jahres.

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