8 Mio. Euro-Neubau wird verworfen

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Im April 2016 waren die Pläne für den Anbau des Seniorenzentrums auf der Bracht im Rahmen einer Ortsbesichtigung mit einem Modell vorgestellt worden.

Plettenberg - Ein neues, modernes Foyer, W-LAN-Empfang für alle, mindestens drei neue OP-Säle statt einem acht Millionen Euro teuren Neubau des Seniorenzentrums auf der Wiese hinter dem Plettenberger Krankenhaus – so sehen die aktuellen Planungen aus.

„Der Neubau des Seniorenzentrums ist erst einmal zu den Akten gelegt“, verriet Barbara Teichmann, Geschäftsführerin des Radprax-Krankenhauses, gestern am Rande eines Termins mit Susanne Schneider.
 Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion war gemeinsam mit dem FDP-Vorsitzenden Michael Schulte zu Gast im Krankenhaus. Die vom Schalksmühler Architekturbüro Bramey entworfenen Pläne für den Neubau des Seniorenzentrums waren noch im Auftrag des einstigen Geschäftsführers Michael Kaufmann erstellt worden und sahen bei Investitionskosten von rund 8 Millionen Euro insgesamt 80 Einzelzimmer vor.
„Es ist alles im Grundbuch eingetragen und die Rechnungen haben wir auch bezahlt“, sagte Teichmann. Gleichwohl sei ein solcher „Betonkasten mit hundert Meter langen Fluren und einer Pflegekraft“ zwar vielleicht wirtschaftlich, „aber sicherlich nicht die Zukunft der Seniorenpflege“. Die sieht die Radprax-Geschäftsführerin viel eher in einer ausgewogenen Mischung aus Tages- und Kurzzeitpflege.
 Statt 80 vollstationären Betten streben wir nun 60 Plätze und alternative Wohnformen an“, verriet sie. Dazu werde man prüfen, wie das bestehende Gebäude inhaltlich und wirtschaftlich erweitert und ausgebaut werden könne. Freuen können sich aber nicht nur die Anwohner der Schillerstraße, die nun keinen Betonkasten vor die Nase gesetzt bekommen. Auch die Patienten haben Grund zur Freude, denn ab Januar 2019 gibt es im Plettenberger Krankenhaus kostenloses W-LAN

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