Bündelung in der Altersmedizin

Krankenhaus stellt sich neu auf: Mit neuem Chefarzt die Geriatrie verbessern

Dr. Jelkmann neuer Chefarzt im Radprax-Krankenhaus Plettenberg Geriatrie Innere Medizin
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Dr. med. Ralf Jelkmann hat im Radprax-Krankenhaus zum 1. Mai die Zentrumsleitung für die Innere Medizin übernommen. Der Chefarzt ist damit verantwortlich für die Abteilungen Innere Medizin, Geriatrie und Gastroenterologie.

Die Patienten im Radprax-Krankenhaus Plettenberg sollen künftig noch besser versorgt werden. Dafür werden neue Strukturen, vor allem in der Geriatrie (Altersmedizin), geschaffen und ein neuer Chefarzt übernimmt die Leitung der Inneren Medizin.

Plettenberg – Schon heute ist die Altersmedizin einer der wichtigsten Bereiche im Plettenberger Radprax-Krankenhaus. Rund zwei Drittel aller Patienten sind hier älter als 65 Jahre. Nun sollen erkrankte oder verletzte Senioren in Plettenberg noch besser behandelt werden. Darüber hinaus sind in den nächsten Wochen und Monaten weitere Veränderungen im Krankenhaus geplant.

Der wichtigste neue Baustein auf dem Weg in die Zukunft des Krankenhauses heißt Dr. Ralf Jelkmann. Der erfahrene Chefarzt aus Soest übernimmt in Plettenberg die Zentrumsleitung für Innere Medizin. Seine Aufgabe unter anderem: Strukturen neu denken, Abläufe besser organisieren. Genau das nimmt Dr. Jelkmann seit seinem Dienstbeginn am 1. Mai in Angriff. Schon in den ersten Wochen habe er an kleineren Stellschrauben gedreht, nun geht es an große Lösungen. Die Abteilung, die vor allem im Blickpunkt steht, ist die Geriatrie, also die Altersmedizin.

Patienten im Alter von über 65 Jahren sollen künftig nicht mehr auf allen Abteilungen im Krankenhaus verteilt, sondern auf Station 4 gebündelt werden. So werden die Wege für das schon vorhandene Geriatrie-Fachpersonal kürzer, die Absprachen sind einfacher – alles mit dem Ziel, die Patienten effektiver behandeln zu können.

Wandel im Radpraxp-Krankenhaus Plettenberg: Nächster Schritt ist die Alterstraumatologie

In einem nächsten Schritt soll für die älteren Patienten im Plettenberger Krankenhaus alles aus einer Hand kommen. Egal, ob der geriatrische Patient wegen chirurgischen, internistischen oder anderen Beschwerden im Krankenhaus liegt – eine Abgrenzung soll es schon bald nicht mehr geben. Alles soll zusammenfließen, sodass nicht mehr nur die akute Erkrankung oder Verletzung des Patienten betrachtet wird, sondern auch die vielen häufig vorhandenen Nebenerkrankungen und die Medikamente mit berücksichtigt werden. Dafür soll gemeinsam mit dem bewährten Chirurgie-Chefarzt Andre Scholz eine Alterstraumatologie aufgebaut werden, die auch dabei helfen soll, Patienten zu behandeln und gegebenenfalls weiterzuvermitteln, wenn sie – wie es häufig vorkommt – nach einer Operation plötzlich nicht mehr Dieselben sind wie vorher.

Dass diese Konzentration im Bereich der Geriatrie funktionieren wird, davon ist der Ärztliche Direktor Dr. Andrzej Ploch überzeugt: „Hier ist ein Vorteil, dass wir ein kleines Krankenhaus sind, dass hier jeder jeden kennt und dass man sich auf kurzem Weg trifft.“

Dr. Jelkmann wird nicht nur organisieren, sondern auch selbst behandeln – und zwar in allen drei Bereichen, für die er jetzt als Zentrumsleiter zuständig ist: der Geriatrie mit Chefarzt Dr. Guido Orth, der Gastroenterologie (Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich) mit Oberärztin Ludmilla Bay und der Inneren Medizin mit Kardiologie. Zur Verstärkung wird ein neuer Oberarzt für die Innere Medizin gesucht.

Wandel im Radprax-Krankenhaus Plettenberg: Ulrich Trompeter zu 100 Prozent im MVZ

Die strukturellen Veränderungen in der Inneren Abteilung reichen aber weiter: Zum Ende des dritten Quartals wird sich Chefarzt Ulrich Trompeter auf eigenen Wunsch im Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses niederlassen. Geplant ist eine ambulante kardiologische Tätigkeit am Krankenhaus, um über eine zukünftige Kooperation sowohl für die stationären wie auch ambulanten Patienten die Versorgung weiterhin zu gewährleisten.

MVZ des Radprax-Krankenhauses Plettenberg: Was hat es damit auf sich?

Zur Erklärung: Das MVZ ist ein Tochterunternehmen des Krankenhauses mit Räumen in der Klinik, in dem es zwei Kassensitze gibt. Einer dieser Sitze wurde und wird durch den Radiologen Dr. Till Hoja abgedeckt. Den zweiten Sitz teilten sich bislang der Internist Dr. Albrecht Kauert mit 50, der Gastroenterologe Dr. Georg Krupp und der Kardiologe Ulrich Trompeter mit jeweils 25 Prozent. Nach den Abgängen von Dr. Kauert und Dr. Krupp wird Ulrich Trompeter zu 100 Prozent im Versorgungszentrum beschäftigt sein. Hintergrund sei, dass es Trompeter so auch möglich ist, auf die „von den Krankenkassen vorgegebene Richtung“ zu reagieren, kardiologische Fälle mehr und mehr auch ambulant zu behandeln. Das bedeute wiederum nicht, dass er dem Krankenhaus den Rücken kehrt, ganz im Gegenteil: „Er bleibt uns erhalten und arbeitet weiterhin mit uns zusammen“, betont Dr. Ploch.

Apropos Zusammenarbeit: Diese sei auch zwischen Dr. Jelkmann und dem Personal in Plettenberg ausgezeichnet. „Ich habe hier seit meinem Dienstantritt tolle, engagierte Mitarbeiter kennengelernt, die mit viel Herz ihren Job machen. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, sagt Chefarzt Dr. Jelkmann. Und auch die Plettenberger Verantwortlichen finden nur lobende Worte für den Neuen in ihren Reihen: „Ziel war es, auf der höchsten Position einen Internisten und Geriater zu haben. Das ist uns gelungen und wir sind froh, so einen erfahrenen Kollegen gefunden zu haben.“

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