Viele Zuhörer bei Seniorenforum

Radprax informiert über Neuerungen im Krankenhaus

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Einige Neuerungen sind für das Plettenberger Krankenhaus geplant. So soll zum Beispiel der Eingangsbereich neu gestaltet werden und im Juli sollen ein neues MRT und ein CT in Betrieb gehen.

Plettenberg - Ein neues MRT und CT, die Renovierung der OP-Säle und neue Patientenbetten waren nur einige Neuerungen, von denen Barbara Teichmann, Radprax-Geschäftsführerin am Plettenberger Krankenhaus, beim Seniorenforum in der Stadtbücherei berichtete. Die Zuhörer kamen aus dem Staunen kaum noch heraus.

Der Eingangsbereich des Krankenhauses, der für die Geschäftsführerin die Visitenkarte ist, ist in die Jahre gekommen und bietet keinen freundlichen Anblick. Das soll sich nun ändern und zwar noch vor Weihnachten. Der Brunnen wird in Absprache mit Familie Heisler einen neuen Standort bekommen und der gesamte Bereich soll hell und offen für Patienten und Besucher gestaltet werden.

Für das gesamte Krankenhaus wurden neue Patientenbetten geordert. Auf der Intensivstation mit sechs Betten werden alle mit einer seitlichen Kippfunktion ausgestattet sein. Zusätzlich haben drei davon eine Wiegefunktion, über die das Gewicht des Patienten festgestellt werden kann. Komfort wird der neue Standard sein. Die übrigen Betten sind elektrisch höhen- und in der Liegeposition mehrfach verstellbar, haben Servolenkung und Beleuchtung. Servolenkung bedeutet, dass das Bett über das fünfte in der Mitte installierte Rad quasi auf der Stelle gedreht werden kann. Somit wird das Rangieren an Engstellen wesentlich erleichtert. Und die Beleuchtung unter dem Bett schaltet sich automatisch ein, wenn der Patient bei Dunkelheit das Bett verlässt. Der Plan ist, so erklärte Pflegedienstleiter Heiko Heseler auf Nachfrage, dass in mehreren Etappen jeweils 30 Betten ersetzt werden. Bis Ende September soll der ganze Austausch abgeschlossen sein. Weil das Auswechseln während des normalen Krankenhausbetriebes erfolgt, wird es eine erhebliche organisatorische und logistische Herausforderung werden.

Die Organisatoren des Seniorenforums Büchereileiterin Christiane Flick-Schöttler, Dörte Kaul-Hentschel, Giesela Werda und Referentin und Radprax-Geschäftsführerin Barbara Teichmann.

Es hört sich nicht nach etwas Besonderem an, wenn von der Erneuerung der IT-Infrastruktur und Betriebssoftware des Krankenhauses gesprochen wird. Doch für diese dringend erforderliche Aufrüstung muss erheblich investiert werden. Danach wird die elektronische Patientenakte (Daten des Patienten am Bett auf Laptop oder Tablet für den Arzt zum Beispiel bei der Visite verfügbar) Realität und der Patient wird über das WLAN im Internet surfen können.

Am 4. Juli werden in der Radprax-Radiologie im Krankenhaus Plettenberg ein neuer und wesentlich leistungsfähigerer MRT und ein ebenso leistungsfähigerer CT offiziell in Betrieb gehen. Dass die OP-Säle einer dringenden Erneuerung bedürfen, ist nicht unbedingt eine neue Nachricht. Aber Barbara Teichmann stellte heraus, dass von den drei neuen Sälen es zwei in einer Top-Version, und einer in „Normalausstattung“ für den OP-Bedarf geben wird.

Viele Gäste kamen zum Seniorenforum in der Stadtbücherei, um etwas über die bevorstehenden Neuerungen am Plettenberger Krankenhaus zu erfahren

Ein großer Wunsch von Andreas Martin, dem anderen Geschäftsführer des Krankenhauses und einer der beiden Gesellschafter von Radprax, ist, eine eigene Küche mit leckeren Gerichten wieder zu reaktivieren. Das scheint leider am schmalen Budget gescheitert zu sein. Die externe Versorgung wird daher wohl bleiben. Doch es werde ständig nach der handwerklich besten Arbeit in den Krankenhaus-Catering-Unternehmen gesucht.

Auch organisatorisch hat sich viel in den letzten Monaten im Krankenhaus getan, informierte Barbara Teichmann (wir berichten noch). Sie ist jedenfalls stolz, dass sie eine so kompetente und überzeugte Mannschaft hier in Plettenberg vorgefunden hat und diese unverändert übernehmen konnte. „Nicht einer hat uns verlassen und jeder will das Beste für das Haus erreichen. Unser Ziel ist nicht, unbedingt einen Gewinn zu erzielen. Aber wir wollen erreichen, dass sich das Krankenhaus spätestens 2021 selbst trägt“, erklärte sie abschließend in der Stadtbücherei.

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