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„Putin ist ein Despot“: Was die Plettenberger zum Krieg in der Ukraine sagen

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Von: Georg Dickopf

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Blau-gelbe Fahnen wehen seit dem Wochenende auf Initiative der PSG auch vor der Schützenhalle.
Blau-gelbe Fahnen wehen seit dem Wochenende auf Initiative der PSG auch vor der Schützenhalle. © PSG

 In Berlin fand eine Solidaritäts-Demonstration mit über 100 000 Teilnehmern statt und auch in Plettenberg wird Flagge gezeigt, denn an Schützenhalle und Rathaus wurden blau-gelbe Fahnen gehisst.

Plettenberg - Auf dem Wochenmarkt befragte Georg Dickopf einige Plettenberger zu ihrer Meinung zum Vormarsch der Russen in die Ukraine.

Sebastian Rittner hatte dafür überhaupt kein Verständnis: „Ich finde es absolut katastrophal, was der Putin da veranstaltet. Putin ist ein Despot und nichts anderes. Er hat den Weg jeder Menschlichkeit verlassen. Mein Appell dazu ist, Gas zu sparen. Gas sparen für den Frieden sozusagen. Natürlich auch für die Umwelt, aber vor allem, um Putin nicht zu bezahlen und ihm seine Waffenkäufe zu finanzieren. Ich persönlich habe schon reagiert und mir einen Pelletofen gekauft, denn damit kann ich mehr als die Hälfte des Gasverbrauchs einsparen. Man braucht auch nicht alle Räume heizen, denn wenn man überlegt, dass die Menschen in der Ukraine sterben, können wir es hier auch mal ein bisschen kühler haben“, findet Rittner.

Eine etwas andere Sichtweise hat Stefanie Broehenhorst, die zwar den Kriegsbeginn kritisiert, aber auch auf Verträge zur Nato-Osterweiterung verweist.

„Ich habe kein Verständnis für Putin, aber für die Weltlage. Wenn Verträge gemacht werden, sollten die auch ein-gehalten werden. Es gibt kein schlecht oder gut, das ist nur eine Sichtweise. Es wäre toll, wenn die Verträge auch berücksichtigt würden. Es ist mir zu eindimensional, wenn nur der Russe in dem Spiel der Böse ist. Denn es wurde – was die Nato-Osterweiterung angeht – etwas anders vereinbart. Und auch da sollte man genau hinschauen.“

Auch Ursula Scheerer zeigte sich entsetzt über den Kriegsbeginn in der Ukraine:

„Ich kann das alles nicht begreifen. Und wenn die Nato jetzt eingreift, dann weiß man nicht wie Putin darauf reagiert. Ich habe den ganzen Tag die Berichterstattung im Fernsehen geschaut. Ich hoffe nicht, dass wir auch noch in diesen schrecklichen Krieg mit hineingezogen werden. Ich habe den 2. Weltkrieg selbst nicht erlebt, aber ich wurde 1947 geboren und es war eine schlimme Zeit nach dem Krieg.“

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