Zwei unterschiedliche Konzepte zur Abstimmung 

PSG-Mitglieder entscheiden über den Festablauf

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Der Huldigungsmarsch der PSG könnte bald in der Schützenhalle enden.

Plettenberg - Die SPD hat am letzten Wochenende einen wichtigen Mitgliederentscheid durchgeführt und auch bei der traditionsreichen Plettenberger Schützengesellschaft kann man sich am kommenden Freitag, 9. März, auf eine demokratische Abstimmung freuen.

Bei der Jahreshauptversammlung, zu der um 20 Uhr in die Schützenhalle eingeladen wird, geht es neben den üblichen Berichten und Wahlen nämlich auch um eine „Änderung des Festablaufes“. Dazu verschickte der Vorstand im Vorfeld entsprechende Einladungen, in denen die möglichen Änderungen vorgestellt werden, über die dann in der Versammlung abzustimmen ist. Aktuell verläuft der erste Schützenfesttag – um den geht es im Wesentlichen – so, dass sich die Schützen am frühen Abend zum Huldigungsmarsch treffen. 

Auf dem Schulhof der Martin-Luther-Schule wird der scheidenenden Königin gehuldigt, doch anschließend verteilen sich alle PSG-Schützen in mehr oder weniger großen Grüppchen im Stadtgebiet. Das neue Konzept des Vorstandes sieht vor, den Huldigungsmarsch um zwei Stunden nach vorne zu verlegen und diesen in der Schützenhalle durchzuführen. Anschließend beginnt dort um 17 Uhr auch das Kindervogelschießen, das sonst immer am Samstag angesetzt war. „Die Kinder schießen ihren Vogel in einer gut gefüllten Schützenhalle im Beisein ihrer Mütter, Väter und Familien. 

Das Kindervogelschießen bekommt damit einen, seinem Wert entsprechenden Platz im Festablauf“, sagt der Vorsitzende Thomas Knappe. Im Anschluss erfolgt die Proklamation des neuen Kinderkönigspaares, ehe ein Familienabend folgt. Während des gesamten Abends sollen die Plettenberger Wirte Speisen anbieten. Schützen, die erst im Laufe des Abends in Plettenberg eintreffen, sollen in der Schützenhalle einen gemeinsamen Anlaufpunkt haben. 

„Die Schützengesellschaft bietet eine Veranstaltung mehr und die Umsätze des Abends kommen dem Verein zugute“, findet Knappe. Der Kindernachmittag am Samstag in der Schützenhalle soll bei diesem Konzept bestehen bleiben. Da die Jungschützen sonst zeitgleich den Vogel ausgeschossen haben, können diese nun auch am Kinderfest teilnehmen. „Wir schaffen mit diesem Konzept eine neue Familienveranstaltung, ohne in unseren traditionellen Festablauf eingreifen zu müssen“, sagt Knappe. 

Die zweite Variante, über die auf Antrag der Biergerichtskommission diskutiert werden soll, beinhaltet den Wandel des Biergericht-Frühschoppens zum Dämmerschoppen, der am Freitagabend im Anschluss an den Huldigungsmarsch zur Königin stattfinden soll. Dadurch bestehe die „größtmögliche Motivation aller Schützen und Gäste am Biergericht teilzunehmen, da sich niemand für das Biergericht Urlaub zu nehmen braucht“, finden die Biergerichtsschöffen um Sebastian Kintner. Auch Schützen der dritten Kompanie, die noch zur Schule oder Uni gehen, könnten so am Biergericht teilnehmen – ebenso wie die Schützen, die aus größerer Entfernung anreisen müssen. 

Angesichts der bereits jetzt sichtbaren Abnahme der Teilnehmerzahl sei dies eine „langfristige Sicherung der Struktur des Schützenfestablaufes.“ Eine Kombination beider Konzepte ist laut Knappe nicht möglich, da der Umbau der Bühne in der Schützenhalle rund drei Stunden Zeit in Anspruch nehmen würde. 

Auch über die Zukunft des Montagsballs soll abgestimmt werden. 2017 gab es nach zweijähriger Pause wieder einen Ball, der gut besucht war. Bei der Versammlung soll abgestimmt werden ob der Montagsball an die „Jubiläen“ gekoppelt wird und alle fünf Jahre stattfindet – das nächste Mal zum 180. Stiftungsfest – oder ob der Montagsball ganz wegfällt. Die PSG-Mitglieder haben es am Freitag also in der Hand, über den Festablauf der nächsten Jahre zu bestimmen.  

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