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Problem-Verlagerung: Abgemeldete PKW „wandern“ von der Kersmecke zur Burg

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Von: Georg Dickopf

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Unmittelbar nach der Berichterstattung über die Kersmecke wurden diese drei Abschleppwagen und ein abgemeldeter Skoda in der Wohnsiedlung Burg geparkt.
Unmittelbar nach der Berichterstattung über die Kersmecke wurden diese drei Abschleppwagen und ein abgemeldeter Skoda in der Wohnsiedlung Burg geparkt, allerdings nicht vor einem LEG-Gebäude. © ST-Bild

Im Wohngebiet Burg sind die Arbeitszeiten des Plettenberger Rathauses offenbar bestens bekannt.

Plettenmberg - .Als letzte Woche Donnerstag in der Heimatzeitung über mehr ein halbes Dutzend Abschleppwagen mit bulgarischen Kennzeichen und diverse abgemeldete Autowracks auf Anwohnerparkplätzen im Wohngebiet Kersmecke berichtet wurde, dauerte es genau einen Tag, bis eine Problemverschiebung in Richtung Auf der Burg startete.

Kurz nach offiziellem Dienstschluss im Plettenberger Rathaus und in den meisten anderen Behörden tauchten besagte Abschleppfahrzeuge plötzlich im Wohngebiet Burg auf. Und auch abgemeldete Fahrzeuge wurden wieder im Straßenbild registriert, nachdem sie dort länger verschwunden waren.

„Die Stadt hat hier früher auch ab und zu mal Zettel an die Fahrzeuge geklebt, doch die wissen hier genau, wie lange sie das ausreizen können und wann Dienstschluss im Rathaus ist“, berichtet ein Anwohner (Name ist der Redaktion bekannt).

Er habe es noch nicht erlebt, dass dort tatsächlich mal ein Auto von Amts wegen abgeschleppt worden sei. Wohl aber seien aus einem Keller einer LEG-Wohnungen große Mengen an Alurädern und Ersatzteilen ans Tageslicht befördert worden.

Keine eigenen LEG-Stellplätze

Verschärft werde das Problem in dem Wohngebiet auch durch wenig bis gar keine eigenen LEG-Parkplätze. Dadurch würden viele Stellflächen durch abgemeldete oder mit Nummernschildern getarnte Autowracks oder Abschleppwagen lange blockiert.

Was die LEG dagegen unternehmen kann, fragten wir in der Hauptzentrale nach. Eine Antwort steht noch aus.

Ob die Abschleppwagen mit bulgarischen Kennzeichen alle noch verkehrstauglich sind, bezweifelte der Anwohner.

Theoretisch müssen in Bulgarien angemeldete Fahrzeuge dort einmal jährlich zum TÜV. Diese Untersuchungen können bei verschiedenen Anbietern erledigt werden.

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