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Stadtrundgang wie ein Museumsbesuch: Erste Stadt im Mk bietet Audioguide

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Von: Georg Dickopf

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Die Plettenberger Stadtgeschichte kann man mit dem Rad auf eigene Faust entdecken und dabei an über 30 Hörstationen interessante Dinge über die Stadt erfahren. Sylvia Eick, Geschäftsführerin der Kultour GmbH, Bürgermeister Ulrich Schulte, Martina Reinhold, Vivien Bömer und Regionalmanagerin Clarissa Zell (v.l.n.r.) stellten das Projekt am Maiplatz vor.
Die Plettenberger Stadtgeschichte kann man mit dem Rad auf eigene Faust entdecken und dabei an über 30 Hörstationen interessante Dinge über die Stadt erfahren. Sylvia Eick, Geschäftsführerin der Kultour GmbH, Bürgermeister Ulrich Schulte, Martina Reinhold, Vivien Bömer und Regionalmanagerin Clarissa Zell (v.l.n.r.) stellten das Projekt am Maiplatz vor. © Georg Dickopf

Ein echte Premiere wurde am Freitag in der Innenstadt gefeiert: Seit diesem Tag kann man sich spannende und informative Geschichten rund um die Plettenberger Stadtgeschichte anhören, denn es gibt nun einen Audio-Stadtführer.

Plettenberg – Verschiedene professionelle Sprecher nehmen die Hörer mit auf eine Reise durch verschiedene Zeiten und Orte der Stadt. Wer sich die App Izi-Travel kostenlos herunterlädt, findet dort eine knapp zehn Kilometer und eine über 40 Kilometer lange Geschichtstour, auf der man nun über 30 Hörstationen abrufen kann und egal ab welchem Startpunkt über die Strecke geführt wird.

„Man kann das Ganze aber auch bequem auf dem Sofa abspielen“, sagte Martina Reinhold, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Kultour GmbH, bei der Vorstellung am Maiplatz.

Dort stellte Vivien Bömer von der Kultour GmbH das Projekt gemeinsam mit Geschäftsführerin Sylvia Eick vor. Laut Vivien Bömer sei das im Frühjahr 2021 von der Kultour GmbH eingereichte Kleinprojekt „Plettenberger Geschichte mit dem Rad entdecken“ von der lokalen Aktionsgruppe der LEADER Region Lenneschiene positiv bewertet worden. „Wir bekamen dafür eine 80-prozentige Förderung in Höhe von 15 500 Euro aus Bundes- und Landesmitteln“, freute sich Bömer und dankte auch der Regionalmanagerin Clarissa Zell für deren Unterstützung.

Für das Projekt erarbeitete die Kultour GmbH zwei Fahrradtouren (Details im Kasten), die zahlreiche Stationen des Plettenberger Geschichtspfades und viele weitere kulturelle Highlights enthalten. Mithilfe der Förderung wurde ein Audioguide mit mehr als 30 Hörstationen entwickelt. Während der Fahrradtour können sich Radfahrende so auf bequeme Art informieren.

„Das Schöne ist, dass wir auch Interessenten, die kein eigenes Rad haben, die Möglichkeit bieten können, die Touren zu fahren. Denn durch die Fördermittel konnten E-Bikes angeschafft werden, die bei Bedarf im Wilhelm 9 der Kultour GmbH gegen Gebühr ausgeliehen werden können“, betonte Eick.

Unterstützt worden sei man durch das Büro Media4Web, den Lennestrand-Verlag, den ADFC Plettenberg und das Stadtarchiv Plettenberg, das die notwendigen Informationen bereitstellte.

„Was die Digitalisierung angeht, machen wir damit einen riesigen Schritt nach vorne und sind mit dem Projekt Vorreiter in der Region“, freute sich Bürgermeister Ulrich Schulte. Auch Sylvia Eick glaubt, dass damit die Tourismusaktivitäten in Plettenberg sehr gut unterstützt werden können.

Die Stationen der beiden Radtouren

Bei der 9,1 Kilometer langen Geschichtstour XS erwarten die Teilnehmer die 21 folgenden Stationen zwischen dem Judenfriedhof am Rande der Innenstadt, der Weide und Eiringhausen. Die Stationen im Überblick: Katholiken, Lutheraner, Reformierte & Spuren jüdischen Lebens in Westfalen; Die Plettenberger Dörfer; Plettenberger Vereinsleben; Plettenberger Unternehmervillen; Die Plettenberger Kleinbahn; Der Stadtbrand 1725; Der Stephansdachstuhl; Zünfte in Plettenberg; Plettenberger Pressewesen; Jugend unter’m Hakenkreuz; Grube „Neu Glück“; Die Firma „Graewe und Kaiser“; Willi Ostermann; Der Bahnhofspavillon; Bahnhof Eiringhausen; Die Ruhr-Sieg-Strecke; Kirchenkampf in Eiringhausen; Der Maiplatz; Eine höhere Schule für Plettenberg; Arbeiterleben zur Zeit der Industrialisierung

Bei der 41 Kilometer langen Geschichtstour XL, geht es von der Innenstadt in Richtung Ohle, von dort über die Lenneroute in Richtung Schwarzenberg und Pasel, ehe es über das Tanneneck nach Plettenberg und von dort weiter zu Oestertalsperre geht. Die über 20 Stationen im Einzelnen: Arbeiterleben zur Zeit der Industrialisierung; Der Maiplatz; Eine höhere Schule für Plettenberg; Der Stadtbrand 1725; Der Stephansdachstuhl; Zünfte in Plettenberg; Plettenberger Pressewesen; Jugend unter’m Hakenkreuz; Grube „Neu Glück“; Die Wallburganlage auf dem Sundern; Zwangsarbeit in Plettenberg; Burg Schwarzenberg; Die Paseler Bogenbrücke; Die Paseler Dorfschule; Die Papiermühle von Gerhard Friedrich Gregory; Die alte Oesterhalle; Die Walther-Brockhaus-Siedlung; Heinrich Jung (genannt „Stilling“); Die Oestertalsperre; Katholiken, Lutheraner, Reformierte.

Wer in der Winterzeit keine Lust auf eine Radtour hat, kann sich die kurzweiligen und informativen Audiobeiträge auch so anhören. Mit den folgenden QR-Codes kann man die Touren herunterladen und sich die Ausführungen anhören – auch auf dem Sofa, statt auf dem Fahrradsattel.

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