Aus Altena stammender Romanautor ist mit seinem Vetter jetzt auch Film-Produzent

Neues zur nächsten Verfilmung eines Prange-Buches

Schriftsteller Peter Prange ist mit seinem Vetter Otto Prange jetzt auch als Produzent tätig, um mehr Einfluss bei der Verfilmung seiner Bücher zu haben.
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Der aus Altena stammende Romanautor Peter Prange bei einer Lesung in Plettenberg. Derzeit arbeitet er an einem neuen Roman.

Plettenberg - Sie sind Vettern, von denen der eine - Otto Prange aus Plettenberg - früher durchaus etwas fülliger war. Der andere ist Peter Prange, ein mittlerweile in ganz Deutschland bekannter Romanautor, dessen Bücher eine Gesamtauflage von über drei Millionen erreichten.

Während der Dreharbeiten zur Verfilmung des Prange-Buches „Unsere wunderbaren Jahre“ als TV-Mehrteiler gründeten die Vettern aus dem Sauerland eine eigene Produktionsgesellschaft, die passenderweise „Fette Fettern Films GmbH“ heißt. „Wir befinden uns derzeit in intensiven Gesprächen für eine Verfilmung des Buches ‚Eine Familie in Deutschland‘“, betonte Otto Prange, der seinen Vetter per Videokonferenz in das Eiringhauser Büro zuschaltete. „Geplant sind mehrere Folgen“, ergänzte der gut aufgelegte Peter Prange, der bereits einen Drehbuchautor seiner Wahl verpflichtete, der nun den Roman in filmgerechte Folgen umarbeiten muss. 

Bernstein-Amulett über 50 Mal gesendet

Während er bei der Verfilmung der Romane „Das Bernstein-Amulett und „Unsere wunderbaren Jahre“ fast keinerlei Einfluss auf das Drehbuch hatte, ist das diesmal anders. Das Erstaunen über die neue Produktionsgesellschaft „Fette Fettern Films“ mit Sitz in Plettenberg sei in der Filmbranche schon groß gewesen. „Es ist nicht üblich, dass sich ein Autor die Produzentenzigarre in den Mund steckt“, sagte der Schriftsteller, der die Zusammenarbeitet mit dem Verwandten aus Plettenberg lobte, auch wenn der Zahlenmensch Otto Prange manche Frotzelei zu ertragen hatte. „Zwischen uns passt kein Blatt Papier“, beschrieb Peter Prange das „vetterliche“ Verhältnis in der Produzenten GmbH, mit der beide auch Einfluss auf die filmische Qualität legen wollen. Zwar sei die Verfilmung „Das Bernstein-Amulett“ mittlerweile fast 50 Mal gesendet worden, dennoch ist es für den heute in Tübingen lebenden Autor kein Widerspruch, Anspruch und Massentauglichkeit in der TV-Aufarbeitung zu vereinen.

Nudeln statt Pilsbier in der Wahlheimat

Bedauerlich findet es der in Altena aufgewachsene Schriftsteller, dass in seiner Wahlheimat so viel geschwäbelt werde, man kein leckeres Pilsbier und eher Nudeln statt dicke Sauerländer bekomme und man noch dazu in der Universitätsstadt Tübingen die wohl größte Klugscheißerdichte Deutschlands habe. Wenn er bei der Arbeit an seinem aktuellen Roman Fachfragen an befreundete Professoren richte, bekomme er meist gleich fünf Antworten und vermisse dann oft die sauerländische Gradlinigkeit.

Erscheinen soll der erste Teil des neuen Werkes - der Titel ist noch streng geheim - im Herbst nächsten Jahres. „Es geht dabei inhaltlich um die Zeit der Weimarer Republik“, verriet Prange, der täglich ab 9 Uhr in seiner Schreibwerkstatt sitzt und an dem neuen Familienroman arbeitet. Corona-bedingt absagen musste er geplante Lesungen in Plettenberg, Altena, Lennestadt, Meinerzhagen und anderen Städten und hofft, einige davon bald nachholen zu können.

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