Prävention von Sucht und Gewalt 

DRK-Familienzentrum Eschen erhält Papilio-Zertifizierung

+
Acht Fachkräfte des DRK-Familienzentrums erhielten jetzt ihre Auszeichnung zu „Papilio-Erziehern“ von den Trainern der Drogenberatung überreicht. In den letzten zwei Jahren haben sie sich intensiv mit dem Thema Gewaltprävention beschäftigt. 

PLettenberg - Das DRK-Familienzentrum am Eschen ist jetzt eine Papilio-Einrichtung. „Wir sind stolz, uns diese Auszeichnung erarbeitet zu haben“, freute sich Leiterin Claudia Stahlhacke. Über zwei Jahre ließen sich acht Fachkräfte des Familienzentrums zu Papilio-Erziehern qualifizieren – die Zertifikate für die Einrichtung und die Erzieherinnen wurden am Freitag im Rahmen der Weihnachtsfeier im Paul-Gerhard-Haus übergeben.

Papilio ist ein Programm zur Gewaltprävention, dass von der Barmer-Krankenkasse finanziell unterstützt wird und mit der Augsburger Puppenkiste arbeitet. „Die Kinder lernen mit kleinen Kobolden, ihre Gefühle zu benennen“, erklärte der Papilio-Trainer Helmut Wehn von der Drogenberatung Iserlohn. Dazu kämen Elemente wie der „spielzeugfreie Tag“, an dem sich die Kinder mit anderen Dingen beschäftigen müssten. 

„Mit dem Programm legen die Erzieherinnen spielerisch den Grundstein für eine gesunde Entwicklung und wappnen ihre Schützlinge gegen Sucht und Gewalt“, erläuterte Axel Chiduck von der Barmer; die Krankenkasse ist seit 2006 Partner des Programms in NRW. Nach dem Familienzentrum Stadtmitte ist die Einrichtung am Eschen die zweite, die diese Auszeichnung in Plettenberg erhält. Bürgermeister Ulrich Schulte machte klar, dass es in einer Stadt nicht genug solcher Einrichtungen geben könnte. „Ich komme gerne zu den Auszeichnungen. Es ist gut und wichtig, dass sich unsere Kindergärten mit dem Programm befassen“. 

Die Kinder der DRK-Einrichtung hatten zur Weihnachtsfeier am Freitag eingeprobte Lieder vorgetragen.

Derzeit lässt sich auch das Familienzentrum Oestertal zur „Papilio-Kita“ auszeichnen. Damit ist Plettenberg sehr aktiv; kreisweit ließen sich derzeit fünf Einrichtungen schulen. Übergeben wurden die Zertifikate von den beiden Papilio-Trainern Helmut Wehn und René Sadowski, die beide bei der Drogenberatung tätig sind. Sie haben die Einrichtung bei der Entwicklung zur Papilio-Kita begleitet. „Kinder und Erzieher am Eschen waren unglaublich engagiert“, lobte Wehn. Sadowski dankte den Kindern am Freitag für den „Winterzauber“; denn passend zur Feier hatte es geschneit. „Die letzten Jahre waren eine sehr schöne Zeit. Es ist schade, aber auch gut, dass sie jetzt vorbei ist“, resümierte Sadowski. „Das spricht für die Einrichtung.“ Die Fortbildung besteht unter anderem aus einem Basis- und einem Vertiefungsseminar und vermittelt den pädagogischen Fachkräften Grundlagen der frühkindlichen Prävention sowie Bausteine des Programms. 

Mit Kerzen in der Hand trugen diese Kinder im Paul-Gerhard-Haus ein Gedicht zur Einstimmung auf Weihnachten vor.

„An Beispielen haben wir die Umsetzung im Kindergartenalltag und im Zusammenspiel mit den Eltern erklärt“, sagte Papilio-Trainer Sadowski. Schwerpunkmäßig richtet sich das Papilio-Programm an Kinder von drei bis sechs Jahre. In Zukunft solle das Programm die Entwicklung des Kindes von null bis neun Jahren begleiten. Die Zertifizierung stand am Freitag im Vordergrund und wurde von der Weihnachtsfeier umrahmt. Die Kinder hatten weihnachtliche Lieder und Gedichte eingeprobt und stimmten Gäste und Eltern weihnachtlich ein. 

Bei einem Gedicht wurde das Licht ausgeschaltet, sodass der Raum nur von Kerzen erleuchtet wurde. In weißen Gewändern führte eine andere Gruppe einen besinnlichen Tanz auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare