1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Eine Woche Präsenz-Unterricht: Mit Decke in die Schule

Erstellt:

Von: Hartmut Damschen

Kommentare

Wird kritisch gesehen: Lüften bei niedrigen Außentemperaturen. Im Bild Schüler der Anne-Frank-Schule in Eschwege. Archivfoto: Melanie Salewski
Mit dicker Jacke und auch Decken im Unterricht: Der Start des Präsenz-Unterrichts bedeutet auch für Plettenberger Schüler wieder Masketragen und Stoßlüften – bei den derzeitigen Temperaturen ist Letzteres alles andere als ein Vergnügen. (Symbolbild) © Melanie Salewski

Stoßlüften und Maske tragen: Seit vergangener Woche findet auch in den Plettenberger Schulen wieder Unterricht in Präsenz statt – mit veränderten Regeln. Die Schulleiter hoffen vor allem, dass die Vorsichtsmaßnahmen verhindern werden, dass Homeschooling wieder zur Regel wird.

Plettenberg – Seit dem 10. Januar gilt: An den weiterführenden Schulen finden drei Mal wöchentlich Antigen-Selbsttests für alle statt. Für die Grund- und Förderschulen, sowie Schulen mit Primarstufe hat das NRW-Schulministerium mit den zuständigen Laboren eine besondere Vereinbarung getroffen: den Lolli-Test.

Bei den ersten Testungen zum Schulbeginn am Montag waren bereits vier positive Plettenberger Schüler entdeckt worden (wir berichteten).

Eine Woche Präsenz-Unterricht: Corona-Tests stehen im Fokus

Dass der Unterricht wieder in Präsenz stattfinden kann, wird von den heimischen Schulleitern begrüßt. So auch von Elisabeth Minner, Schulleiterin Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG). In einem Infobrief vom 7. Januar an die Schüler und Eltern hatte sie ihre Freude über den in Präsenz wiederbeginnenden Unterricht zum Ausdruck gebracht. Im gleichen Schreiben wies sie auf die vom Ministerium für Schule und Bildung einen Tag vorher verschickte Schulmail mit der Testvorschrift für die weiterführenden Schulen (Antigen-Selbsttest) hin.

Eigentlich sei alles am ASG gleichgeblieben: „Wir werden in gewohnter Weise montags, mittwochs und freitags die Testungen zu Beginn des jeweiligen Unterrichtstages durchführen“, erklärte Minner im Gespräch mit der Redaktion. Einer der positiven Schüler vom Montag kommt vom ASG.

Eine Woche Präsenz-Unterricht: Luftfilter, Pooltestung und Zusammenarbeit

Auf die Frage nach verfügbaren Luftfiltern erklärte die Schulleiterin: „In unserer Mensa ist ein solches Gerät installiert und in einem Raum, der nicht gut quergelüftet werden kann. In den übrigen Schulräumen lüften wir regelmäßig.“ Im Winter sei es bestimmt keine reine Freude, doch Schüler passten sich mit warmen Jacken und Decken den in den Räumen jeweilig herrschenden Temperaturen an.

Nico Schröder, Schulleiter der Eschenschule, erklärte: „Wir freuen uns, dass wir den Präsenzunterricht wieder fortsetzen können. Da uns keine Luftfilter zur Verfügung stehen, müssen wir auf das Stoßlüften zurückgreifen“. Mit dem Maskentragen seien die Schüler recht gut vertraut. Die neue Regelung, eine Pooltestung und parallel eine Einzeltestung durchzuführen, sei eine gute Sache. Bei den bisherigen Testungen habe es nur negative Ergebnisse gegeben. „Doch es kamen drei Kinder am Montag wegen einer vorher verordneter Quarantäne erst gar nicht in den Unterricht.“

Sandra Noltsch, Schulleiterin Zeppelinschule, sei dankbar für die größtenteils gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Schule. „Diese Kooperation und die strikte Beachtung der Corona-Regularien mit den wöchentlich dreimaligen Antigen-Selbsttests sind die Basis für die Fortführung unseres Präsenz-Unterrichtes“, sagte Noltsch auf Nachfrage.

Mit Decke in die Schule: Auch Immunisierte müssen sich testen

Alle Personen, auch immunisierte Schüler, Lehrkräfte und weitere an der Schule Beschäftigte, müssten an den Testungen seit dem 10. Januar teilnehmen. „Wir haben die Lüftungsintervalle an die zurzeit herrschenden Temperaturen angepasst – lüften mehr, aber dafür kürzer. An das Maskentragen haben wir uns alle, Schüler und Lehrkräfte, gut gewöhnt und halten mehr Augenkontakt als vorher“, erklärte Noltsch.

Bereits am Montag war ein Schüler der Zeppelinschule positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Mittwoch kamen noch zwei weitere Schüler hinzu.

Sandra Noltsch, wie die anderen Schulleitungen auch, sehen die Notwendigkeit der Vorsichtsmaßnahmen, zu denen außer den dringend empfohlenen Impfungen auch Desinfektion, Händewaschen, Maskentragen, Testungen und, wo möglich, Abstandhalten gehören. Sie hoffen, ebenso wie alle anderen Beteiligten, dass durch die Beachtung der Regeln auch künftig ein gesicherter Präsenz-Unterricht gewährleistet bleibt.

Auch interessant

Kommentare