Kontaktverbot gilt ab Montag auch in Plettenberg

Kontaktverbot ab Montag: Appell des Bürgermeisters

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Ansammlungen, auch wenn es sich um Spazierengehen handelt, von mehr als zwei Personen sind ab Montag in NRW verboten.

Plettenberg - Am späten Sonntagnachmittag ließ NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Bombe platzen: Das Kontaktverbot wird eingeführt. Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte appelliert an die Bürger, sich auch daran zu halten.

Kontaktverbot bedeutet: Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum werden verboten, solange es sich nicht ausschließlich um Mitglieder der „Kern-Familie“ handelt. Ausnahmen würden unter anderem auch für das Berufsleben und den ÖPNV gelten.

Plettenbergs Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel nannte es eine „intelligente Lösung“, um eine Ausgangssperre zu verhindern. Die Rechtsverordnung gewährleiste, dass in allen Kommunen dieselben Verordnungen gelten. Bei den bisherigen Allgemeinverfügungen habe jede Kommune noch einen gewissen Spielraum zur Ausgestaltung gehabt.

Bürgermeister Ulrich Schulte spricht von einem „weiteren, gravierenden Einschnitt in unser gesellschaftliches aber auch wirtschaftliches Leben.“ Restaurants und Gaststätten, aber auch Frisöre müssen schließen. 

Die Entwicklung der Infektionszahlen würden zeigen, dass die sozialen Kontakte noch weiter verringert werden müssen und, dass die bisherigen Maßnahmen dafür nicht ausgereicht hätten. „Daher sind das Kontaktverbot und die weiteren Regelungen die notwendige Konsequenz“, erklärt Bürgermeister Schulte.

„Bitte nehmen Sie diese Regelungen ernst und treffen Sie sich mit anderen Menschen zuhause oder in der Öffentlichkeit nur unter den Bedingungen der Rechtsverordnung. Polizei und Ordnungsamt werden die Einhaltung der Regelungen kontrollieren. Lassen Sie es aber bitte gar nicht erst darauf ankommen; beide Organisationen haben im Moment genug zu tun und sollten sich nicht damit beschäftigen müssen, Gruppen in der Innenstadt oder auf der Lennepromenade aufzulösen.“

Die Stadt Plettenberg würde eine Übersicht der bekannten Einkaufshilfen im Internet veröffentlichen, damit jeder, der Hilfe benötigt, diese auch finden könne. „Wenn Sie zurzeit an die eigenen vier Wände gebunden sind, erliegen Sie bitte nicht der Versuchung, nicht dringende Dinge über den Onlinehandel zu bestellen“, appelliert Bürgermeister Schulte. 

„Alles, was in den letzten beiden Wochen passiert ist und alles, was noch auf uns zukommt, wird unser Zusammenleben auf lange Zeit verändern. Das werden wir als städtische Gesellschaft nur schaffen, wenn wir zusammenhalten. Ich war immer froh, in einer kleinen Stadt wie Plettenberg zu leben, wo die soziale Infrastruktur noch funktioniert, man sich kennt und man sich hilft.Wir sollten jetzt unseren Vorteil nutzen und beweisen, dass wir ein gemeinschaftliches Leben unter Beachtung aller Einschränkungen und Regeln in unserer Stadt erreichen können. Bleiben Sie gesund!“

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