Plettenberger wünscht sich mehr Pflege der Burgruine Schwarzenberg

Beliebtes Ausflugsziel oder einfach nur zugemüllt?

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Die Mülleimer an der Burgruine sind randvoll gefüllt.

Plettenberg - Hat man den Berg im Wald einmal erklommen, wird man mit dem Anblick der Burgruine Schwarzenberg belohnt. Derzeit sind jedoch vor allem zwei überquellende Mülleimer dort vorzufinden und die Ruine selbst ist von Sträuchern ziemlich zugewachsen.

„Ich würde mir mehr Pflege wünschen, damit der Punkt touristisch mehr genutzt werden kann“, sagt Jochen Kunen, der sich mit seinem Anliegen an die Heimatzeitung wandte. Dabei stören ihn nicht nur die überquellenden Mülleimer, sondern der Gesamtzustand. „Dort liegt überall Holzkohle und es ist ziemlich zugewachsen. Ich weiß noch, wie es früher war und im Vergleich dazu wirkt es nun verwaist“, sagt der 64-Jährige. Auch vermisst er einen Hinweis zum Graf-Engelbert-Stuhl, der ebenfalls zur Burgruine gehöre. „Das ist ein toller Aussichtspunkt. Man kann gut auf die Bundesstraße und die Bahnschienen sehen“, sagt er.

Ein Vorhaben für eine touristische Nutzung gibt es sogar. Der Besitzer der Burgruine sowie der angrenzenden Flächen und Wälder, Felix Freiherr zu Inn- und Knyphausen, hatte bereits im März verkündet, dass er ein Naturerlebnis in Kombination mit der Geschichte der denkmalgeschützten Burgruine bieten möchte, die Umsetzung der Pläne aber nicht vor 2021 realistisch seien. In diesem Zuge will er die Burgruine auch großflächig freischneiden lassen.

Aber auch bisher scheint dieÖrtlichkeit schon als Ausflugsziel genutzt zu werden, wie die beiden schwarzen Stellen auf der Erde – vermutlich Feuerstellen von einem Lagerfeuer oder vom Grillen – und die überquellenden Mülleimer vermuten lassen. Da nur die Mülleimer selbst und das unmittelbare Umfeld, jedoch keine anderen Stellen auf dem Gelände, vermüllt sind, könnte eine Feriengruppe einen Ausflug zur Ruine unternommen haben. Das zeigt auch der Inhalt wie Cola-Flaschen, Getränkedosen und Bierflaschen, Süßigkeiten und Brötchentüten. Auch Jugendliche könnten sich dort getroffen haben.

Der Bauhof ist für die Leerung der Mülleimer an der Burgruine nicht zuständig, wie Andreas Denker auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt. Trotzdem wolle er seine Mitarbeiter dorthin schicken, um sich um die Säuberung zu kümmern. Auch letztes Jahr habe er das schon einmal gemacht, denn „wir wollen die Verschmutzung nicht weiter zulassen“, sagt Andreas Denker. Ob für den Bereich der Eigentümer selbst oder der SGV zuständig sei, konnte er nicht sagen.

Feuer an der Burgruine nicht erlaubt

Was die Feuerstellen betrifft: Ist es erlaubt, Feuer an der Burgruine zu machen? „Nein!“, informiert Stefanie Schade vom Ordnungsamt, es sei denn, man habe eine forstrechtliche Genehmigung. Sonst gilt: Im Abstand zu 100 Metern vom Wald darf kein Feuer entfacht werden und die Burgruine befindet sich bekanntlich mittendrin

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