Wildblumenwiese „Sauerland blüht“

Ein Paradies – nicht nur für Insekten

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Björn Kirchhoff und Lutz Glingener starten das Wildblumen-Projekt. 

Plettenberg – Wer das triste Grau der Winterzeit schon lange nicht mehr sehen kann, hat jetzt die Möglichkeit, schon einmal vorgezogen den Frühling einzuläuten – zumindest in der Vier-Täler-Stadt.

Lutz Glingener und Björn Kirchhoff haben kürzlich ihr Projekt „Sauerland blüht“ startklar gemacht. „Es geht uns darum, einen kleinen Beitrag zum Natur- und Artenschutz zu leisten, deshalb bieten wir Blüh-Patenschaften an“, erklärt Lutz Glingener die Idee zum Projekt. Der Ort, an dem die Projektidee verwirklicht werden kann, ist ein Acker unterhalb des ehemaligen Sportplatzes Katzenbusch. Das Feld gehört Lutz Glingener – früher wuchs hier einmal Mais, im kommenden Frühjahr sollen Saat-Mischungen durch Björn Kirchhoff ausgesät werden, die dann eine Blumenwiese ergeben. 

Wie groß die Fläche wird, das entscheiden die Paten, die gegen einen gewissen Geldbetrag ein Stückchen Land erwerben können. Diese erworbenen Stücke Land werden dann in eine Wildblumenwiese umgewandelt – also einem Paradies für Insekten jeglicher Art. Außerdem werden sie auch optisch sicherlich eine Bereicherung für das Elsetal werden – da sind sich Kirchhoff und Glingener sicher. Die Patenschaften können unterschiedlich aussehen. „Ob Privatpersonen, Kindergärten, Schulen oder Firmen – jeder kann so viel erwerben, wie er möchte“, erklärt Projektpartner und Landwirt Björn Kirchhoff, der für die praktische Projektverwirklichung zuständig sein wird. Er wird mit seinem landwirtschaftlichen Gerät und Fachwissen als Landwirt Lutz Glingener zur Seite stehen. 

Es sollen ausschließlich heimische Blumenarten verwendet werden. Die Mischung heißt „Blühende Landschaft“. Diese wurde mit dem Ziel entwickelt, blütensuchenden Insekten in einer langen Blühsaison mit Nahrung zu versorgen, wie Kirchhoff und Glingener verraten. Diese bestehen 60 Prozent aus sogenannten Kulturpflanzen und 40 Prozent aus Wildarten. Erworben werden können die Patenschaften für die Wildblumenwiese im Internet und über verschiedene Einzelhändler in Plettenberg, bei denen dann die Kärtchen für die Blüh-Patenschaften ab sofort ausliegen werden. Warum die Plettenberger sich zu der Idee entschlossen haben? „Insekten sind überlebenswichtig für uns, da sie für die Produktion unserer Lebensmittel als Bestäuber unerlässlich sind. Dabei kommt es nicht auf die gezüchteten Honigbienen an, sondern vor allem geht es um die ganze Vielfalt der blütenbesuchenden Insekten“, erklären die beiden Plettenberger, die dem Artensterben aktiv entgegenwirken wollen.

 „Für die Zukunft können wir uns auch bestimmte Aktivitäten mit den Blüh-Patenvorstellen, beispielsweise ein Sommerfest oder Wiesen-Begehungen mit interessierten Gruppen“, erklärt Lutz Glingener. Natürlich könnte die Blumenwiese auch sonst jederzeit besucht werden – es handele sich schließlich um eine frei zugängliche Fläche im Elsetal. 

Weitere Informationen Informationen dazu, wie man Blüh-Pate werden kann, gibt es auf Flyern und Plakaten des Projektes, die bei ausgewählten Plettenberger Einzelhändlern ausliegen werden oder im Internet auf der Seite www.sauerland-blueht.de.

Verkaufsstellen

Bei den folgenden Einzelhändlern kann eine Blühpatenschaft übernommen werden:  Zoo/Samen Steinmann, Orthopädie Solms, Plettendorff, Blumen Schulte und beim Lotto Schütz in Ohle und Eiringhausen. Preise und weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es unter der Internetadresse www.sauerland-blueht.de.

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