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Stadtradel-Sieger: So viel eingespart wie 50 Bäume

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Von: Hartmut Damschen

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Der „Elitäre Club“ der Plettenberger, die 1 000 Kilometer und mehr im Rahmen der Stadtradeln-Aktion gefahren sind. Mit dabei die drei Plettenberger Sieger: Volker Eckes, Renate Eckes und Sebastian Huster (3., 4. und 5. von links).
Der „Elitäre Club“ der Plettenberger, die 1 000 Kilometer und mehr im Rahmen der Stadtradeln-Aktion gefahren sind. Mit dabei die drei Plettenberger Sieger: Volker Eckes, Renate Eckes und Sebastian Huster (3., 4. und 5. von links). © Damschen

So viel Kohlendioxid wie durchschnittlich 50 Bäume in einem Jahr binden können, haben die drei stärksten Plettenberger Stadtradeln-Teilnehmer eingespart – insgesamt etwas mehr als 500 Kilogramm. Ein respektables Ergebnis, das im Rahmen der zentralen Stadtradeln-Ehrung für alle Kommunen des Kreises in Plettenberg am Montag geehrt wurde.

Plettenberg - Alleine die Plettenberger Renate und Volker Eckes (beide Team Freizeit-Radler) kamen insgesamt auf eine CO2-Einsparung von rund 339 Kilogramm. Während Renate Eckes im Aktionszeitraum 1 100 Kilometer auf dem Drahtesel zurücklegte und dabei 171 Kilogramm CO2 eingespart hat, brachte es Volker Eckes auf 1 095 Kilometer und eine Einsparung von 168,6 Kilogramm. Auf Platz drei der Plettenberger Stadtradeln-Wertung kam Sebastian Huster (Team Husters; 1 071 Kilometer, 165 Kilogramm CO2-Einsparung).

Insgesamt hatten kreisweit rund 3 330 Menschen an der Stadtradeln-Aktion teilgenommen und dabei mehr als 828 000 Kilometer zurückgelegt. Insgesamt wurden so rund 125 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Alle 15 Städte und Gemeinden des Kreises hatten sich an der Aktion beteiligt. Zur zentralen Ehrung hatten sich alle, gemeinsam mit Landrat Marco Voge und Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte, am Montagnachmittag am Maiplatz versammelt.

Schwungvoll begann die Veranstaltung: Die „S(w)ingin’ Kids“ begeisterten die zahlreichen Interessierten unter anderem mit dem neuen Plettenberg-Lied („Du bist meine Stadt“), gedichtet von Chorleiter Christoph Ohm. Anschließend dankte Bürgermeister Schulte dem Landrat für sein Kommen. Augenzwinkernd überreichte das Stadtoberhaupt dem Landrat ein Sixpack Radler-Bier (alkoholfrei) in der Hoffnung, dass ihm das Fahrradfahren dann mehr Spaß machen würde.

Zu Beginn der Siegerehrung auf dem Maiplatz erwähnte Bürgermeister Schulte in seiner Eröffnungsrede, dass die Bühne noch vom P-Weg-Wochenende stand. An diesem Nachmittag ginge es jedoch nicht um die Ehrung sportlicher Höchstleistungen, sondern um Menschen, die das Fahrrad als Alltagsgerät nutzten.

Nachdem Landrat Marco Voge die besten Stadtradeln-Teilnehmer aus dem gesamten Kreis (siehe Infokasten) ausgezeichnet hatte, gab es noch besondere Ehrungen für die Plettenberger Stadtradler.

Neben der Auszeichnung der drei aktivsten heimischen Radler gab es auch weitere Ehrungen. So zum Beispiel für den „Elitären Club“ derer, die im Rahmen der Stadtradeln-Aktion 1 000 Kilometer und mehr auf dem Sattel hinter sich gebracht hatten. Neben Renate und Volker Eckes sowie Sebastian Huster zählten auch Ismael Ünver (Team Hallenschule; 1 052 Kilometer) und Joana Huster (Team Husters; 1 044 Kilometer) dazu. Auch die beiden heimischen Stadtradeln-Stars, Theodora Lindner und Kai Dörner, die drei Wochen lang komplett auf Auto und Co. verzichtet und nur auf das Rad als Fortbewegungsmittel gesetzt hatten, wurden gesondert geehrt.

Auch die besten Teams wurden ausgezeichnet – an der Spitze das Team des Skiklubs Oestertal. 21 aktive Radler konnte der Verein vorweisen, die es zusammen auf 7 106 Kilometer gebracht hatten. Dadurch wurde der Ausstoß von 1 094 Kilogramm CO2 vermieden.

Mit einem Abstand von rund 1 400 weniger gefahrenen Kilometern folgte auf Platz zwei das Team Bremcker & Friends: Auch hier waren 21 Fahrradfahrer aktiv, die insgesamt 5 763 Kilometer abspulten. 888 Kilogramm CO2 wurden so eingespart.

Teil des Teams war auch Adrian Viteritti (CDU). Er war der Parlamentarier mit den meisten gefahrenen Kilometern (690) und landete in dieser Kategorie kreisweit auf Platz zwei.

Knapp dahinter auf Platz drei: Das Team Hallenschule. 60 aktive Radfahrer zählte dieses Team, das immerhin 5 069 Kilometer bewältigte (779 Kilogramm CO2-Einsparung).

Das Team der Hallenschule durfte sich über 60 Tagesgutscheine des Aquamagis freuen. Auf die anderen Teams und Gewinner warteten Gutscheine und Urkunden.

Fleißigster Radler legt über 3 000 Kilometer zurück

Die Aktion „Stadtradeln“ des Märkischen Kreises habe alle Erwartungen übertroffen: Fast 3 300 Menschen nahmen laut Mitteilung des Märkischen Kreises teil, legten mehr als 828 000 Kilometer zurück und sparten knapp 125 Tonnen Kohlendioxid ein.

„Fast 830 000 Kilometer auf dem Rad in nur drei Wochen: eine starke Leistung und ein toller Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Landrat Marco Voge am Montag in Plettenberg. „Es freut mich sehr, dass sich so viele engagierte Radfahrer beteiligt und gegenseitig motiviert haben. Das Fahrradfahren ist ein Baustein auf dem Weg hin zu einer vielfältigen Mobilität der Zukunft“.

In Balve (122 038 Kilometer), Iserlohn (102 218 Kilometer), Menden (87 634 Kilometer) und Meinerzhagen (87 216 Kilometer) waren die fleißigsten Radfahrer unterwegs. Die Gewinnerteams im Überblick:

- 1. Platz: „Beckumer Biker“ aus Balve-Beckum mit 44 576 Kilometer (150 Euro)

- 2. Platz: „LA-Biker“ aus Balve-Langenholthausen mit 21 624 Kilometer (100 Euro)

- 3. Platz: „Dead Pedals Society“ aus Iserlohn mit 20 880 Kilometer (50 Euro)

In der Einzelwertung belegte David Dramm („Dead Pedals Society“) den ersten Platz mit 3 035 zurückgelegten Kilometern auf dem Rad vor Heinrich Humpert („Dead Pedals Society“; wie im Vorjahr Platz 2, diesmal mit 2 823 Kilometer) sowie Jörg Pfitzner aus Menden auf Rang drei (2 543 Kilometer). Sie erhielten jeweils Gutscheine eines Fahrradgeschäftes.

Jeder Kilometer wurde individuell mittels einer Stadtradeln-App fürs Smartphone gezählt. Mit dem Ende der Stadtradeln-Aktion 2022 beginnen bereits die Planungen für eine Neuauflage in 2023. Das Ziel sei dann, die 1-Million-Kilometer-Marke zu knacken.

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