Baustellenbesichtigung

Großes Interesse an Baustelle im AquaMagis

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Zur Baustellenbesichtigung kamen ein Dutzend Plettenberger Bürger. AquaMagis-Geschäftsführer Uwe Allmann (links) stellte sich ihren Fragen.

Plettenberg – Vor den Weihnachtsfeiertagen soll das AquaMagis wiedereröffnen. Wie es aktuell auf der Baustelle aussieht und welche Arbeiten die Revision des Erlebnisbades beinhaltet – davon konnten sich Plettenberger Bürger am Mittwochmorgen selbst ein Bild machen.

Der Einladung zur Baustellenbesichtigung waren etwa ein Dutzend Bürger gefolgt und ließen sich von AquaMagis-Geschäftsführer Dr. Uwe Allmann durch die Baustelle führen. Für eine so umfangreiche Revision wie im AquaMagis würden andere Bäder mehrere Monate schließen. „Die Besonderheit ist, dass wir es in fünf Wochen schaffen wollen“, so Allmann. Und dabei halte man noch den Badebetrieb für die Schulen aufrecht. D

as AquaMagis ist seit dem 18. November geschlossen, wiedereröffnet werden soll es am Freitag, 20. Dezember. „In den Wochen vor Weihnachten ist wenig los, deswegen haben wir uns für dieses Zeitfenster entschieden“, sagt Allmann. Ende Dezember mache man allerdings traditionell viel Umsatz, deshalb werde dann wieder geöffnet.

Trotzdem entgehen dem AquaMagis in den Wochen der Schließung rund 300.000 Euro an Einnahmen. Hinzukommen rund 800.000 Euro, die die Sanierungsarbeiten während der Revision kosten. Allein die Erneuerung der Fliesen – es wird eine Fläche von 1400 Quadratmetern saniert – kostet 400.000 Euro und ist somit der größte Batzen im Gesamtprojekt. Im Wellenbecken bietet sich nach dem Austausch der grünen Fliesen durch sandfarbene ein ganz neues Bild. Neue, rutschfestere Fliesen wurden dort verbaut, so Allmann.

Es gibt ein neues Farbschema im nun sandfarbenen Wellenbecken.

Auch die letzten der 20 Nasszellen werden saniert – die anderen habe man schon in den Jahren zuvor im Bestand erneuert. „Das machen wir alles für die Kunden vor Ort“, sagte Allmann und widersprach damit auch dem – in seinen Worten – „Märchen“, dass nur in Rutschen und andere Attraktionen für externe Gäste investiert werde. Allerdings wird im Rahmen der Revision auch eine dieser Attraktionen, nämlich der Fallstart, der insgesamt vier Millionen Mal ausgelöst habe, für 100.000 Euro erneuert, so der AquaMagis-Chef.

Zur Frage von Günther Carrels, in welchem Umfang bei der Revision Aufträge an heimische Firmen vergeben wurden, sagte Allmann, dass größere Gewerke – etwa die umfangreiche Fliesenerneuerung, bei der 15 Leute im Einsatz sind – an Firmen außerhalb Plettenbergs vergeben wurden. Bei den Arbeiten am Hubboden habe man ebenfalls eine auswärtige Spezialfirma beauftragt. Andere – in der Regel kleinere – Aufträge seien aber auch an Plettenberger Firmen gegangen. Insgesamt arbeiteten bis zu 70 Personen auf der Baustelle, so Allmann.

Beim Gang durch die Badbaustelle erläuterte der AquaMagis-Geschäftsführer auch die immer wieder durch Chlor und – im Solebereich – auch Salzwasser entstehenden Schäden, die behoben werden müssten. Im Saunabereich wurden im Zuge der Revision zum Beispiel die stark angegriffenen Decken mit mehreren Farbschichten erneuert. Zudem zeigte sich am Erlebnisfluss ein weiteres Problem, die kaputte Bodenfolie. „Darunter ist ein Kubikmeter Wasser und drückt immer wieder nach oben“, erklärte Allmann. Das müsse durch einen Folienbauer behoben werden.

Ein Blick hinter, oder eher unter die AquaMagis-Kulisse erhielten die Besucher auch bei einem Abstecher in den Keller, bei dem der technische Leiter Michael Brauckmann den Austausch eines kaputten Heizkessels und die Arbeiten an der Lüftungsanlage erklärte.

Pläne für den Außenbereich

Einen Ausblick auf die Pläne für den Außenbereich gab Allmann den Besuchern ebenfalls. Dort soll neben den Ferienhäusern noch ein Gruppendorf mit zentralen Sanitäranlagen entstehen, mit dem insbesondere Kinder-, Jugend- und Sportgruppen angesprochen werden sollen. Auch moderne Wohnmobilstellplätze sollen dorthin kommen. Insbesondere für diese Erweiterung des Angebots gab es von den Besuchern Lob. Sowohl Karin Carrels als auch Lokalpolitiker Klaus Ising waren der Meinung, dass auch die Stadt von weiteren Gästen profitiere.

Dr. Uwe Allmann mit dem Plan für die neue Gruppenunterkunft.

Im abschließenden Gespräch ging Allmann auch darauf ein, dass das AquaMagis von den Plettenbergern nicht so gut bewertet werde wie von den externen Gästen. „Vor Ort haben wir Imageprobleme“, gab er zu. Die Eintrittsgelder der vielen Besucher von außerhalb spielten zwar eine wichtige Rolle dabei, den Betrieb aufrechtzuerhalten, aber man habe auch ein tolles kommunales Programm mit Fitnesscenter, Schul-, Vereins- und Frühschwimmen. „Was man hier an Fitness und an Kursen geboten bekommt, wird zu wenig wahrgenommen“, lobte Heiko Ludwig das Bad.

Allmann verwies auch darauf, dass man fast ein Dutzend Kundengruppen mit ihren Interessen alle unter einen Hut bringen müsse. So habe man wegen sinkender Nachfrage den Saunabereich verkleinert. Auf die Frage von Walter Frenzel nach der Zukunft des Frühschwimmens, beruhigte Allmann: „Für 2020 sind keine Änderungen geplant.“ Allerdings sei die Zahl der Frühschwimmer von früher 50 auf inzwischen 15 zurückgegangen. Wenn sich der Trend fortsetze, werde man sich mit der Frage beschäftigen müssen, ob man es im Umfang wie bisher anbieten könne.

Die Revision in Zahlen

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