Neues Gesicht:

Plettenberger Krankenhaus wird umgebaut

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Stefan Schulte, technischer Leiter, und Geschäftsführerin Barbara Teichmann mit den Bauplänen.

Plettenberg – Das Plettenberger Radprax-Krankenhaus bekommt ein neues Gesicht. Dass umgebaut wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. In dieser Woche konnten die Geschäftsführerin Barbara Teichmann und der neue Technische Leiter Stefan Schulte die Pläne vorlegen.

„Am 28. April geht es los“, verkündete Teichmann und entschuldigte sich bei der Gelegenheit mit den Worten: „Es wird laut, das werden die Patienten auch leider mitbekommen!“ Von April bis Anfang November soll die erste von mehreren Baumaßnahmen beginnen. Los geht es mit der kompletten Umgestaltung des Eingangsbereichs von der Eingangstür über die Pforte bis hin zum Treppenhaus des Erdgeschosses. „Der Eingangsbereich wird komplett umgebaut. 

Die Patienten kommen weiterhin durch die jetzige Eingangstür, dahinter befindet sich dann aber nicht sofort die Anmeldung, sondern erst einmal der moderne, große Eingangs- und Wartebereich“, erklärt Teichmann. Alles soll hell werden, dafür arbeite man mit viel Glas. „Die Patienten, die hier warten müssen, sollen nicht – wie bisher – in einem abgeschlossenen Kämmerchen sitzen und nichts mitbekommen“, so Teichmann. 

Durch Glaswände soll es also ermöglicht werden, dass die wartenden Patienten oder Angehörigen einen Einblick in die Ambulanz enthalten – durch die Glasscheiben. Der jetzige Wartebereich angrenzend an die Ambulanz soll kein abgetrennter Raum mehr sein. „Alles wird zu einem großen Eingangs- und Wartebereich. Dort werden auch Verpflegungsmöglichkeiten installiert“, fügt Teichmann hinzu. 

Die jetzige Pforte, die sich aktuell direkt hinter dem Eingang befindet, wird etwas nach hinten Richtung Korridor verschoben. Dort, wo jetzt noch ein weiterer kleiner Warteraum ist, wird dann die Pforte zu finden sein. „Auch die Anmeldung soll komplett neu gestaltet werden. Wir haben dort jetzt noch das Funkpult, das etwa aus den 60er Jahren stammen müsste. Das hat natürlich heutzutage kein Mensch mehr“, sagt Teichmann lachend.

 Allgemein soll alles moderner und heller werden. Damit das neue Gesicht des Krankenhauses so wird, dass sich möglichst alle Mitarbeiter wohlfühlen, bezog die Geschäftsleitung diese mit in die Planungen ein. „Alle, die in den betroffenen Bereichen arbeiten werden, durften selbst Materialien mit aussuchen und testen. Der ausgewählte Industrieboden beispielsweise, der in naher Zukunft im ganzen Haus verlegt werden soll, wurde von den Reinigungskräften kontrolliert. „Unsere Mitarbeiter haben die schärfsten Reinigungsmittel aufgetragen und geschrubbt, was das Zeug hält – dadurch hat sich gezeigt, wie widerstandsfähig der Boden ist“, so Teichmann. Aber nicht nur die Reinigungskräfte, auch alle anderen Mitarbeiter durften beim Mobiliar und der Gestaltung selbst mitbestimmen. „Es ist uns sehr wichtig, dass sich die Mitarbeiter später wohlfühlen“, so Teichmann im ST-Gespräch. 

Während der Umbaumaßnahmen des Eingangsbereichs müssen die Patienten mit dem üblichen Baulärm rechnen. „Da können wir leider nichts gegen machen“, sagt Teichmann entschuldigend. Außerdem würden die beiden Behinderten-Parkplätze vor dem Haupteingang während der Baumaßnahmen wegfallen. „Dort wird eine Rutsche installiert, mit der der Bauschutt auf den unterhalb liegenden Parkplatz befördert werden soll“, erklärt die Geschäftsführerin.

 Doch sie kann alle Besucher und Patienten beruhigen: „Das Parkhaus wird während der Bauzeit kostenlos nutzbar sein.“ Für körperlich eingeschränkte Personen werde es genug Möglichkeiten geben, mit einem kurzen Fußweg das Krankenhaus erreichen zu können. Dazu dürfen auch die Geschäftsführer-Parkplätze für eine kurze Dauer genutzt werden. „Das gilt natürlich wirklich nur für Personen, die körperlich eingeschränkte Patienten bringen bzw. abholen oder selbst behindert sind“, sagt Teichmann ausdrücklich. Eigentlich hatten Teichmann und Schulte damit gerechnet, den Eingang während des Umbaus gar nicht nutzen zu können. „Wir hatten angedacht, die Patienten irgendwie durch den Garten zu lotsen. Das muss jetzt zum Glück nicht sein. 

Der Eingang bleibt nach wie vor geöffnet. „Lediglich der Weg zu den verschiedenen Stationen wird ein etwas anderer sein“, so Teichmann. 

 Nach dem Umbau des kompletten Eingangsbereichs sind noch weitere Baumaßnahmen im Haus geplant, die nach und nach abgearbeitet werden sollen. Was konkret gemacht werden soll und wann, das will die Geschäftsführerin noch nicht verraten. Was Barbara Teichmann aber schon sicher sagen kann: „Im ganzen Haus wird es bald einen einheitlichen Boden geben. Das ist aktuell eine Katastrophe. Egal durch welche Tür man geht – überall sieht der Boden anders aus. Furchtbar!“, findet Teichmann. Mit dem neu ausgewählten Industrieboden in heller Holzoptik soll sich das bald ändern – wie so einiges, das dem Krankenhaus ein neues Gesicht geben wird.

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