Kitas müssen Feiern an Lockdown Light und Martinszugverbot anpassen

Wegen Corona: Auftrittsverbot für das Martinspferd

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So wie im letzten Jahr, mit Martinspferd und einem Laternenzug, kann St. Martin wegen Corona nicht gefeiert werden.

Plettenberg – Bereits vor dem offiziellen Verbot von Martinszügen hatten die Kindertageseinrichtungen in Plettenberg so umgeplant, dass Feiern nur intern und ohne Eltern stattfinden. Doch mit dem Teil-Lockdown mussten manche Planungen noch einmal umgeworfen werden. 

Kita St. Laurentius

Zu der ursprünglich geplanten Martinsfeier in der katholischen Kita St. Laurentius gehörte auch ein kleiner Laternenzug durch den Böhler Park – ohne Eltern, aber von Pfadfindern mit Fackeln begleitet. Das ging wegen der neuen Regelungen nicht mehr. „Wir mussten das total ändern“, sagt Karin Florath, Leiterin der Einrichtung. „Wir dürfen nämlich das Grundstück für die Feier nicht mehr verlassen.“ 

Und noch etwas wäre unter Hygienegesichtspunkten problematisch gewesen: Dass die Eltern die Kinder für die Feier um 17 Uhr bringen und um 18 Uhr wieder abholen. Dadurch wären einfach zu viele Eltern auf einmal in der Kita, sagt Florath. Stattdessen werde es nun zum gemeinsamen Frühstück in den Gruppen eine Martinsbrezel geben, außerdem sponsert der Förderverein noch eine weitere Brezel, die die Kinder mit nach Hause nehmen. 

Und das ist nicht alles. „Die Theatergruppe spielt für alle Kinder draußen auf dem Außengelände die Martinsgeschichte“, erklärt Florath. „Danach gehen wir dann in jedem Setting mit Laterne und Gesang auf dem Grundstück um das Kitagebäude herum.“

Kita Junior

Nachdem die Dorfgemeinschaft Ohle schon vor Wochen ihren traditionellen Umzug abgesagt hatte, an dem sonst auch die Kita Junior teilnimmt, hatte Thomas Junior zumindest für die Kinder an den beiden Standorten der Kita Junior in Ohle und Köbbinghausen einen internen Martinsumzug geplant. Der sollte auf dem großen Gelände in Köbbinghausen stattfinden, mit einem St. Martin zu Pferde und allem, was dazugehört. 

Wegen des Teil-Lockdowns mussten diese Pläne nun noch einmal geändert werden. „Weil das Martinspferd ein Auftrittsverbot bekommen hat, machen wir nun eine andere Variante“, erklärt Thomas Junior. Aus Fotos von den Laternen, die gemeinsam mit den Eltern gebastelt werden, wolle man eine Collage erstellen, aber die Laternen sollen auch in die Kita mitgebracht werden. Dort soll dann getrennt in den Gruppensettings an den jeweiligen Standorten gefeiert werden mit Martinsliedern und Martinsgeschichte, anschließend gebe es eine Brezel und ein Warmgetränk.

Wenn es die Witterung erlaubt, werde man mit den Kindern auch draußen aufs Gelände gehen. „Es ist wichtig, dass die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen auch einsetzen können, denn das lässt Kinderherzen einfach höher schlagen“, so Junior.

FZ Stadtmitte

Das städtische Papilio-Familienzentrum Stadtmitte musste seine Pläne ebenfalls noch einmal überarbeiten. Zwei Gruppen wollten ursprünglich auf dem Gelände ihre internen Feiern ausrichten, zwei wollten zu einem kleinen Zug über den Krankenhausparkplatz gehen. 

Doch weil Letzteres nicht mehr erlaubt ist, müssen nun alle Gruppen auf dem Gelände verbleiben, erklärt Einrichtungsleiterin Petra Möwes. Die Feiern verteilen sich nun auf vier Tage. Von Montag bis Donnerstag feiert jeweils eine Gruppe separat und je nach Wetter auch draußen. „Wir werden mit den Laternen aufs Außengelände gehen und auch singen“, sagt Möwes. Natürlich erhalten die Kinder auch eine Martinsbrezel. „Das gehört einfach dazu, das darf nicht fehlen, bei all den Dingen, die dieses Jahr anders laufen“, sagt Möwes. 

Besonders schade sei es, dass die Eltern außen vor bleiben müssen. „Diese Kontakte, die Gespräche, das Miteinander mit den Eltern – das fehlt uns Mitarbeitern auch sehr.“ Die Kontakte beschränkten sich derzeit auf das Bringen und Abholen der Kinder, die vielen Veranstaltungen mit den Eltern, das gesamte Thema Familienbildung, das einen Schwerpunkt des Familienzentrums bilde, falle durch Corona flach. Zumindest an dem Laternenfest – da es keine kirchliche Einrichtung ist, wird dort diese Bezeichnung benutzt – versuche man aber, die Eltern ein wenig teilhaben zu lassen. „Wir werden für die Eltern auf Youtube ein Video vom Martinsspiel einstellen“, sagte Möwes abschließend.

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