Eintrag ins Guinness-Buch?

Kleiner Professor hat Großes vor

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Plettenberg – Frederik Kieslich hat einen Traum. Der 13-Jährige Schüler aus Plettenberg möchte unbedingt ins Guinness-Buch der Rekorde. Allerdings ist der Weg bis dahin noch steinig, denn er steht erst ganz am Anfang seines Traums, der von seinem Vater Dirk Kieslich unterstützt wird.

Frederik Kieslich steht vor einem schwierigen Experiment, denn er möchte einen riesigen Schaumberg erzeugen, um seinen Traum zu verwirklichen. „Das Ganze nennt sich Elefantenzahnpasta. Ich weiß nicht genau, woher der Begriff stammt, aber ich habe schon einige Videos dazu gesehen und fand die total cool“, beschreibt der 13-Jährige seine Faszination für das einzigartige Projekt, dem er sich seit einigen Tagen widmet. Angefangen hatte seine große Leidenschaft, das Experimentieren, schon in der ersten Chemiestunde. „Ich fand das immer schon cool, verschiedene Dinge auszuprobieren und zu experimentieren“, erklärt der kleine Professor, wie er sich selbst nennt, im Gespräch mit der Heimatzeitung. Es gibt bereits diverse Weltrekorde im Erzeugen der sogenannten Elefantenzahnpasta. 

Den aktuellen Rekord hält der Brasilianer Manual do Mundo. Er verwendete für das Experiment auf einem Sportgelände 1080 Liter Wasserstoffperoxid, 17 Kilogramm Kaliumiodid, 231 Liter Wasser, 64 Liter Spülmittel und 25 Liter Farbstoffe. Bei der chemischen Reaktion der Stoffe mit dem Seifenwasser entsteht in kürzester Zeit eine Schaummasse, die große Plätze komplett ausfüllen kann. Die genannten Chemikalien sind allerdings nicht günstig und für den 13-Jährigen nicht aus eigener Tasche zu finanzieren. Um genau zu sein, rechnet er mit einer Gesamtsumme zwischen 8 000 und 8 500 Euro.

Dass es solche Stoffe nicht einfach im Supermarkt zu kaufen gibt, ist dem kleinen Professor durchaus bewusst: Das habe er aber bereits mit seinem Vater geklärt, der sich um die Beschaffung der Substanzen kümmern könne. Gemeinsam habe man sich im Vorfeld schon bestens informiert. Einen weiteren Haken gibt es allerdings auch noch, denn für einen riesigen Schaumberg braucht es auch einen riesigen Platz. „Darüber haben wir uns auch schon Gedanken gemacht. Vielleicht könnte man einen stillgelegten Verkehrsübungsplatz oder so etwas nehmen. Vielleicht findet sich ja auf diesem Wege jemand, der einen Platz für das Experiment zur Verfügung stellen möchte“, hofft der Rivius-Schüler auf den einen oder anderen Lesertipp.

 Frederik Kieslich ist sich jedoch sicher, dass man diesen Weltrekord ins Sauerland holen kann und weiß genau, wie er den Brasilianer mit seiner Elefantenzahnpasta toppen kann. „Ich würde gerne versuchen, 300 bis 400 Kubikmeter Schaum zu erzeugen“, so lautet die Vision von „Professor Kieslich“. Er rechne dafür etwa mit einer verbrauchten Menge von 1200 Liter Wasserstoffperoxid. Wer jetzt denkt, das Experimentieren mit den Chemikalien könnte schädlich für die Umwelt sein, darf beruhigt sein: Die Schaummasse löst sich nach kurzer Zeit in Seifenwasser auf und ist dann unbedenklich für die Natur und das Abwasser.

 „Ich würde mich so freuen, wenn einige Plettenberger mein Projekt unterstützen würden und etwas für mich und mein Experiment spenden“, hofft er auf große Resonanz. Bislang habe er immerhin schon mehr als 600 Euro Euro zusammen, erklärte er am Mittwochabend über seinen Account in den Sozialen Netzwerken. „Dafür, dass mein Aufruf erst seit Anfang der Woche online ist, ist das gut“, zeigt er sich zuversichtlich, dass er seinem großen Traum irgendwann näher kommt – dem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Spenden: 

Der 13-jährige Plettenberger Frederik Kieslich betreibt einen eigenen Youtube-Kanal mit dem Namen Prof. Kieslichs Chem Lab, auf dem er regelmäßig Experimente in Form von Videos hochlädt. Alle Informationen und ein Video über das neueste Projekt, die Elefantenzahnpasta, finden Interessierte über die Internetseite www.startnext.com/elefantenzahnpasta.

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