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Klimagerecht: Unternehmen im MK setzt auf grünen Neubau

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Von: Georg Dickopf

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So soll das neue Mendritzki-Logistikcenter auf dem ehemaligen Sportplatz Katzenbusch nach der Fertigstellung aussehen.
So soll das neue Mendritzki-Logistikcenter auf dem ehemaligen Sportplatz Katzenbusch nach der Fertigstellung aussehen. © bramey

Seit vielen Jahren ist die Überbauung des ehemaligen Sportplatzes Katzenbusch im Gespräch – im nächsten Jahr wird der Aschenplatz endgültig Geschichte sein, denn dort, wo jahrzehntelang der Ball rollte, soll ein großes Logistikzentrum der Firma Mendritzki gebaut werden.

Plettenberg - „Die Bebaungsplanänderung ist jetzt rechtskräftig, wir können und werden deshalb jetzt den Bauantrag einreichen“, betonte Christian Sänger, Leiter der Instandhaltung und verantwortlich für die Gebäudeentwicklung, gegenüber unserer Zeitung.

„Unsere Planungen werden in diesem Jahr abgeschlossen, damit im nächsten Jahr gebaut werden kann“, sagte Sänger.

Nach der Fertigstellung des Logistikzentrums, das auf einer 6 000 Quadratmeter großen Fläche entsteht, sollen alle logistischen Prozesse optimiert werden. „Die Halle soll als Lager- und Handlingsfläche für unsere Stahlcoils dienen. Zusätzlich werden Büros für die Versandabteilung und die Qualitätssicherung gebaut“, erklärte der Leiter des Neubauprojektes. Im Zuge des Neubaus sollen für alle Mitarbeiter im Werk 2 neue Sozialräume geschaffen werden.

Bei den Gesamtinvestitionen, die bei einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag liegen, wird auch ein Schwerpunkt auf das Thema Klimaschutz und Energieeinsparungen gelegt.

So soll der Neubau über eine Abwärmenutzung der Wärmebehandlung (Haubenglühanlage) erfolgen. Die Technik dafür soll im Jahr 2022 eingebaut werden. „Für das Werk 2 ist damit eine Einsparung der CO2-Emission von rund zehn Prozent zu erwarten“, sagt Sänger. Damit könne man 675 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Zudem soll das Klima in den Hallen verbessert werden – für die Mitarbeiter und die korrosionsempfindlichen Stahlcoils. Durch die Abwärmenutzung könne man die Hallen im Winter beheizen und im Sommer kühlen.

Zudem sorge die neue Anlage für ein verbessertes Klima in den Hallen, denn die Stahlcoils brauchen ein gutes Klima“, sagt Sänger. Wenn der Stahl in der Glühanlage auf 700 Grad erhitzt werde, so wurde die Wärme bislang über Kühltürme nach außen abgeführt.

„Diese Wärme wird jetzt ausgekoppelt und in den Hallen genutzt“, erklärt Sänger. Doch nicht nur in den beiden Mendritzki-Werken in Plettenberg stehen klimaschutzfreundliche Projekte an – auch im Werk 3 in Bochum sind im Zuge des Klimaschutzes ebenfalls Verbesserungen geplant. Dort wird nach den Angaben des Instandhaltungsleiters derzeit eine große Photovoltaik-Anlage auf den Hallendächern installiert.

Die PV-Leistung liegt nach der Fertigstellung bei 750 kWp. Der prognostizierte Jahresertrag der Anlage liegt bei 625 000 Kilowattstunden bei einem Eigenverbrauchsanteil von 91 Prozent. Durch die Sonnenkollektoren können die CO2-Emissionen jährlich um 426 Tonnen reduziert werden.

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